Entspannt Rosen schneiden

Rosen schneidet man ca. 1 Zentimeter über einer Knospe

Entspannt Rosen schneiden

Von Sabine Krüger

Jetzt bis zur Blüte der Forsythien ist es Zeit für den Rosenschnitt, meint Landschaftsarchitektin Yvonne Göckemeyer. In ihrem Kurs der VHS Bergisch Land zeigt sie, wie es geht.

Entspannt Rosen schneiden

WDR 4 Drinnen und Draußen 08.02.2020 02:22 Min. Verfügbar bis 07.02.2021 WDR 4 Von Sabine Krüger

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Rosenschnitt: Einmal im Frühjahr reicht

Von Sabine Krüger

Es sei auch nicht schlimm, Rosen einmal gar nicht zu schneiden, meint Landschaftsarchitektin Yvonne Göckemeyer. Und es reiche völlig, sich ein paar Grundregeln zu merken.

Yvonne Göckemeyer neben einem Rosenstamm der Sorte "Rosarium Uetersen"

Landschaftsarchitektin Yvonne Göckemeyer liebt Hagebutten. "Wenn ich die im Winter genießen möchte, darf ich im Herbst nicht meine Rosen schneiden. Und es gibt einige Sorten, die auch mit dem nassen Wetter hier im Bergischen gut klarkommen. Dieses Stämmchen der Sorte 'Rosarium Uetersen' blüht immer üppig und liefert massig Früchte", freut sie sich.

Landschaftsarchitektin Yvonne Göckemeyer liebt Hagebutten. "Wenn ich die im Winter genießen möchte, darf ich im Herbst nicht meine Rosen schneiden. Und es gibt einige Sorten, die auch mit dem nassen Wetter hier im Bergischen gut klarkommen. Dieses Stämmchen der Sorte 'Rosarium Uetersen' blüht immer üppig und liefert massig Früchte", freut sie sich.

Auch diese schöne gelbe Blüte der Sorte "Bonanza" hätte es mit dem Herbstschnitt nicht gegeben. "Wer Rosen mit dem ADR-Siegel kauft, kann sicher sein, eine robuste Sorte zu haben, die auch im Bergischen wächst, wenn die Standortbedingungen stimmen. Im Schatten gedeiht keine Rose! Für den Schnitt im Frühjahr ist meiner Ansicht nach jetzt bis zur Forsythienblüte die beste Zeit", erklärt Yvonne Göckemeyer den Teilnehmerinnen ihres Kurses der VHS Bergisch Land.

Jetzt schneidet also auch Yvonne Göckemeyer die Rosen zurück. Und zwar bis zur letzten Knospe vor der Hagebutte: "Das Besondere bei Rosen ist, dass man nicht, wie sonst, direkt über der Knospe schneidet, sondern einen Zentimeter Platz lässt. Denn Rosen trocknen nach dem Schnitt auf ungefähr einem Zentimeter ein. Würde man direkt über der Knospe schneiden, wäre diese hin."

Damit Rosen gesund bleiben, brauchen sie Licht und Luft. Deshalb sollte man Rosen im Frühjahr auch verjüngen und auslichten. Dieser Ast ist beispielsweise sehr dünn und wird besser entfernt. Das macht man dann entweder ganz unten oder an einer Verzweigung.

Die "1-Zentimeter-Regel" gilt nur für den Schnitt über Knospen. Schnitte an Verzweigungen soll man, wie sonst beim Gehölzschnitt auch, direkt an der Verzweigung vornehmen, damit die Pflanze die Wunde gut schließen kann. Lässt man Haken stehen, klappt das nicht. Hier schneidet Yvonne Göckemeyer, weil die Äste zu eng beieinander stehen.

Dieses Foto zeigt, was passiert, wenn Äste zu eng wachsen. Der Wind weht sie immer wieder aneinander, sodass sie sich reiben und offene Stellen entstehen, durch die Krankheitserreger eindringen können. Hier entfernt man also den Ast mit der braunen Stelle, weil er krank ist. Auch tote Äste sollte man jetzt rausnehmen.

Mit dem Schnitt kann man auch die Wuchsrichtung der Pflanze beeinflussen. Äste, die in eine Richtung wachsen, wo sie im Weg sind, kappt man direkt an der Verzweigung. Den Wuchs eines Astes kann man umlenken, indem man auf die Knospe zurückschneidet, die in die gewünschte Richtung zeigt. Dann wieder die "1-Zentimeter-Regel" beachten!

Diese rosablühende Strauchrose der Sorte "Queen Elizabeth" ist fürs Bergische Land auch sehr gut geeignet und durfte den ganzen Winter über weiterblühen. Jetzt wird auch sie fit gemacht für die neue Gartensaison.

Die Kursteilnehmerinnen haben die Hagebutten der "Queen Elizabeth" so rausgeschnitten, dass die Zweige nicht zu weit nach außen ragen. Denn sie stehen in einem runden Beet, um das ringsum ein öffentlicher Weg führt. Nach eineinhalb Stunden Theorie und Praxis fühlen sich die Teilnehmerinnen gewappnet für den Rosenschnitt bei sich zuhause.

Lesetipps:

Naturnahe Rosen, Bd. 1: Strauchrosen

Autor: Reinhard Witt
www.reinhard-witt.de
39,95 €

Naturnahe Rosen, Bd. 2: Kletter- und Kleinstrauchrosen

Autor: Reinhard Witt
www.reinhard-witt.de
29,95 €

Stand: 06.02.2020, 09:22