Mini-Beamer: Kleine Geräte fürs Kino unterwegs

Eine Frau erklärt eine mittels Beamer an die Wand projezierte Statistik - Symbolfoto Frauenberufstätigkeit, Frauenquote

Mini-Beamer: Kleine Geräte fürs Kino unterwegs

Von Jörg Sauerwein

  • Geräte machen Kino oder Diashow unterwegs möglich
  • Große Unterschiede bei der Ausstattung
  • Manchmal gibt es Verbindungsprobleme

Während die großen Beamer für das Wohnzimmer oft klobig und teuer sind, punkten Mini-Beamer sowohl bei der Größe als auch im Preis. Kleine Geräte gibt es schon ab 50 Euro, groß sind allerdings die Unterschiede bei den Fähigkeiten.

Kleine Geräte sind selten so stark wie große

Die zwei wichtigsten Faktoren für ein gutes Beamer-Bild sind die Auflösung und die Helligkeit. Kleinere Beamer liefern oft nur ein Bild in einer Größe von 800 x 480 Pixel oder sogar noch weniger, bessere immerhin eine Auflösung von 1280 x 720 Pixel. Die Helligkeit der Geräte wird in Lumen angegeben. Je höher, desto besser.

Allerdings können die Angaben der Hersteller durchaus auch in die Irre führen. So wird zum Beispiel das von uns getestete Gerät YG300 von Artiii vom Hersteller mit durchaus guten 400 Lumen angegeben, das Bild wirkt aber trotzdem im Vergleich zu anderen Geräten eher dunkel.

Einfach anschließen und los geht‘s?

Woher kommen die Bilder und auf welchem Wege sollen sie zum Beamer kommen? Darüber sollte man sich unter anderem zuerst Gedanken machen. Will ich Videos vom Handy oder Computer abspielen oder vielleicht vor allem Fotos von einer SD-Karte? Will ich die Geräte per Bluetooth, WLAN, USB oder Kabel verbinden? Kaum ein Mini-Beamer bietet alle Möglichkeiten an.

Während viele Geräte zum Beispiel einen HDMI-Anschluss besitzen (die von uns getesteten Geräte Artlii YG300 für 50 Euro, Lenco LPJ-300WH für 140 Euro und Apeman M4 für 200 Euro) setzen andere vor allem auf eine Funkverbindung über WLAN (wie der von uns getestete Beamer BenQ GV1 für 370 Euro). Man sollte sich vorher also überlegen, was man braucht und sich über die Möglichkeiten des Wunsch-Beamers informieren.

Welche Probleme können auftreten?

Im Test ließ sich zum Beispiel das Video per WLAN vom Handy auf den BenQ GV1 nicht immer ruckelfrei vom Smartphone auf den Beamer übertragen. Das kann dann zum Beispiel am Heimnetzwerk liegen, aber auch andere Nutzer berichten im Internet über ähnliche Probleme. Andere Beamer lassen sich wiederum nicht immer ganz einfach per Kabel mit jedem beliebigen Smartphone verbinden. Dafür braucht es dann spezielle HDMI-Kabel und unter Umständen auch noch eine extra App auf dem Smartphone. Etwas Geduld sollte man also schon haben.

Welche Anwendungsmöglichkeiten haben Mini-Beamer?

Ist die Verbindung aber hergestellt oder die SD-Karte oder ein USB-Stick eingesteckt, dann bieten sich viele Möglichkeiten. Der Beamer kann das Kinderzimmer oder das Zelt zum Mini-Kino machen oder aber die Hauswand wird abends zur Leinwand für die Diashow mit Freunden. Einige Geräte mit eingebautem Akku ermöglichen das Erlebnis auch unabhängig von Steckdosen. Den Klang eines Kinos darf man allerdings nicht erwarten. Die eingebauten Lautsprecher klingen oft eher schwach.

Stand: 17.12.2019, 12:45