Bauen – 5 Fallen, die Sie vermeiden sollten

Bauen – 5 Fallen, die Sie vermeiden sollten

Deutschland ist im Baufieber. Doch wer sich nicht auskennt, kann als Bauherr leicht in die Falle tappen. Rechtsanwalt und Baurechtsexperte Peter Mauel vom Bauherren-Schutzbund gibt Tipps zu fünf der häufigsten Risiken.

Falle 1: Schwarze Schafe

Auf keinen Fall sollten sich Bauherren von schönen Prospekten blenden lassen, sondern selbst den Vertragspartner überprüfen. Dazu kann man öffentliche Register nutzen und sich andere Projekte des Vertragspartners anschauen.

Falle 2: Günstige Angebote

Leider passiert es immer wieder, dass Bauherren bei vermeintlich günstigen Angeboten Verträge unterschreiben, die sie eigentlich nicht verstehen und damit in die Falle tappen. Vorsicht ist immer geboten, wenn das Traumhaus von einem Anbieter deutlich günstiger als von den Wettbewerbern angeboten wird.

Falle 3: Vorleistungen vermeiden

Grundsätzlich soll man als Verbraucher nie in Vorleistung treten. Erst wenn eine Bauetappe abgeschlossen, sollte bezahlt werden. Außerdem muss der Unternehmer bei Baubeginn eine fünfprozentige Sicherheit stellen. Diese können Verbraucher bei den ersten Leistungsraten auch einbehalten.

Falle 4: Versicherungen

Eine Versicherung gegen einen totalen Bankrott? Unser Baurechtsexperte Peter Mauel sieht das skeptisch. Es gebe keine Versicherung, die sämtliche Risiken abdecke. Die größte Versicherung besteht darin, dass man den Vertrag und Vertragspartner prüfen lässt. Außerdem sollte der Bau durch einen Sachverständigen begleitet werden.

Falle 5: Kündigung durch den Architekten oder Bau-Unternehmer

Falls ein Bauunternehmer oder Architekt den Vertrag mit den Bauherren aufgrund von Liquiditätsproblemen kündigt, ist die Kündigung unwirksam. Und: Trotz Insolvenz lassen sich schwarze Schafe haftbar machen.

Stand: 15.01.2020, 13:00