Wohnmobile leihen

Ein alter Caravan in den Schweizer Alpen

Wohnmobile leihen

Von Matthias Hof

  • Online-Plattformen vernetzen Wohnmobilbesitzer und Ausleiher
  • Meist günstiger als über andere Anbieter
  • Ausleihe ist oft gut abgesichert

Teilen als Prinzip

Interessenten bewerben sich bei Vermietern über die Online-Plattform, erzählen ihre Geschichte: wo sie hin wollen und warum sie den Camper möchten. Dann können sie über die Plattform kommunizieren, treffen sich, werden sich einig – oder auch nicht. Das Geld wird überwiesen und der Plattformbetreiber bekommt eine Provision. Paul Camper nimmt beispielsweise rund 15 Prozent. Dann heißt es: Übergabe, losfahren, Urlaub machen, abgeben, bewerten, fertig. Mieter zahlen meist kleineres Geld als bei anderen Anbietern, Vermieter können sich zumindest einen Teil des Anschaffungspreises ihres Wohnmobils wieder reinholen.

Große Auswahl - gut versichert

Vom Expeditionsmobil bis hin zum Wohnwagen ist vieles dabei. Ab 39,- € pro Tag geht’s los, bis hin zu 200,- €. Je nach Saison steigen oder fallen die Preise – das bestimmen die Vermieter. Bei gewerblichen Vermietern muss man meist mit höheren Preisen rechnen – in der Hochsaison können die Preise teilweise aber relativ ähnlich ausfallen. Trotzdem: Das Angebot für die Mieter insgesamt wächst. Und was einen möglichen Unfall oder Schaden angeht: versichert ist auch alles, mit Schutzbrief, Haftpflicht, Vollkasko.

Wohnmobil zum mieten

WDR 2 Servicezeit | 22.06.2018 | 03:35 Min.

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Weitere Anbieter

Shareacamper ist etwa ein Jahr später als Paul Camper an den Markt gegangen, das Unternehmen ist in Deutschland, Neuseeland und Australien aktiv. Campanada, eine zeitlang Marktführer bei gewerblichen Vermietungen, ist inzwischen auch im Segment mit den privaten Vermietungen aktiv. In Deutschland und anderen Ländern. Yescapa aus Frankreich versucht sich auch am deutschen Markt. Das Portal ist in mehreren europäischen Ländern und verschiedenen Sprachen verfügbar. Natürlich gibt es auch noch gewerbliche Anbieter mit Neuwagen und auch Plattformen für solche wie etwa camperdays.de.

Buchungszeitpunkt

Anders als bei normalen Mietwagen planen die meisten Menschen ihre Reisen lange im Voraus. Und oft dann mit vielen anderen zusammen zur gleichen Zeit, nämlich in der Ferienzeit. Deshalb auf jeden Fall: Früh genug buchen. Auch wenn der Markt größer geworden ist, eine Garantie für kurzfristige Buchungen gibt es nicht.

Mehrkosten und Endpreise

Im Endpreis sind bei den meisten Anbietern vereinbarte Kilometer, Versicherung oder Ausstattung enthalten. Bei einigen können aber durch Zusatzoptionen mehr Kosten anfallen. Also: AGBs genau studieren. Bei gewerblich angemieteten Campern können noch Servicepauschalen sowie Mehrkosten für Zusatzausstattungen hinzukommen.

Stand: 22.06.2018, 00:00