Superfrucht Avocado?

Aufgeschnittene Avocado

Superfrucht Avocado?

Sie ist nahrhaft, schmeckt gut und sieht schön aus: Die Avocado gilt als "Superfood" und ist längst aus der Küche nicht mehr wezudenken. Doch der Boom hat auch seine Schattenseiten.

Ob in Würfel geschnitten im Salat, als Guacamole oder einfach nur pur gelöffelt, mit etwas Olivenöl und Zitrone: Die Avocado ist in aller Munde und fehlt in keinem Supermarkt. Wurden 2009 knapp 20.000 Tonnen Avocados nach Deutschland eingeführt, waren es 2017 schon fast 70.000 Tonnen.

Nur reife Früchte schmecken gut

Beim Kauf sollte man allerdings genau hinsehen: Eine wirklich reife Avocado hat eine eher dunkle Schale und gibt auf leichten Druck etwas nach. Ganz harte Früchte sind noch unreif und entwickeln wenig Geschmack. Man kann sie zuhause nachreifen lassen - schneller geht es, wenn sie neben Äpfeln gelagert werden.

Viele Kalorien und gute Fettsäuren

Eine Avocado macht nicht nur satt. Sie enthält pro Frucht etwa 400 Kilokalorien und 25 Prozent Fett - darunter allerdings auch reichlich der gesunden, sogenannten einfach ungesättigte Fettsäuren. Experten gehen davon aus, dass ungesättigte Fettsäuren das Risiko einer Arterienverkalkung reduzieren.

Außerdem enthält die Avocado reichlich Vitamine und Mineralstoffe, die für den Zellstoffwechsel wertvoll sind. Das sorgt für schöne Haut und gesunde Schleimhäute.

Rezepte mit Avocados

Schadstoffe auf der Schale

Bei chemischen Untersuchungen finden sich allerdings immer wieder relativ hohe Pestizdwerte in Avocadofleisch. Als Mittel gegen Schimmel werden den Früchten oft Fungizide aufgespritzt, die beim Aufschneiden in das Fruchtfleisch gelangen. Deshalb müssen konventionell angebaute Avocados unbedingt gut gewaschen und abgetrocknet werden.

Anbaugebiete leiden unter Wassermangel

Doch der Boom der Avocado hat auch seine Schattenseiten: Für die Produktion von einem Kilo der Frucht werden etwa 1.000 Liter Wasser benötigt. Das sind sieben Badewannen. Trotzdem werden Avocados für den Weltmarkt auch in Regionen gezüchtet, die zu bestimmten Jahreszeiten unter großer Trockenheit leiden. Wie zum Beispiel in Chile, wo Bauern ihre Bohnen- oder Maisfelder aufgegeben haben zugungsten regelrechter Avocado-Monokulturen.

Stand: 08.08.2018, 16:32