Selbstgemachte wilde Hefe

Selbstgemachte wilde Hefe von Marcel Seeger

Selbstgemachte wilde Hefe

Manche Lebensmittel sind gerade nicht überall erhältlich. Hefe ist Mangelware. Marcel Seeger erklärt, wie Sie wilde Hefe selbst machen. Das ist ein Spaß für die ganze Familie. Nur ein wenig Geduld brauchen Sie. Dann ist die Hefe rechtzeitig fertig, für den Osterzopf.

Zutaten

  • 500 ml Leitungswasser oder stilles Mineralwasser, lauwarm
  • 1 getrocknete, kernlose, ungeschwefelte Dattel (alternativ getrocknete Aprikose, Pflaume oder Feige)
  • 1 EL brauner Zucker, alternativ normaler Zucker oder Honig
  • 1 Schraubglas oder anderes verschließbares Gefäß für 500 ml Flüssigkeit

Zubereitung

Brauner und weißer Haushaltszucker

Alternativ zum braunen Zucker kann auch normaler Zucker oder Honig verwendet werden.

Das Wasser in das Glas füllen, Zucker und Dattel zugeben, das Glas verschließen und kräftig schütteln, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Das Glas bei Zimmertemperatur stehen lassen, jeden Morgen und Abend einmal durchschütteln und den Deckel kurz öffnen, damit überschüssige Gase entweichen können. Das Schütteln des Glases verhindert eine Schimmelbildung. Diesen Vorgang sieben Tage lang wiederholen. Ab dem achten Tag ist die wilde Hefe einsatzbereit.

Dieses Element beinhaltet Daten von Facebook. Sie können die Einbettung auf unserer Datenschutzseite deaktivieren.

Wenn Sie beispielsweise ein Rezept mit 200 ml Wasser als Angabe haben, können Sie das Wasser durch 200 g wilde Hefe ersetzen.

Das Tolle: Sie können die wilde Hefe in dem Glas gut nachfüttern. Hierfür den Rest im Glas wieder entsprechend mit Wasser und etwas Zucker und einer neuen Dattel auffüllen. Ab dem achten Tag muss die wilde Hefe allerdings im Kühlschrank aufbewahrt werden, damit sie nicht schlecht wird. Das Glas sollten Sie auch weiterhin regelmäßig schütteln.

Marcel Seegers Extra-Tipps

  • Wichtig ist, dass das Trockenobst ungeschwefelt ist, da sich sonst keine Hefe-bildet.
  • Steht auf der Verpackung „enthält Sulfite“ oder „geschwefelt“, eignet sich das Obst nicht.
  • Die Trockenfrucht sollte „klebrig“ sein, wie z.B. eine getrocknete Dattel. Dann können sich die Hefezellen daran festhalten und vermehren.
  • Wenn Sie mit wilder Hefe backen, sollten Sie den Brotteig am Vortag herstellen und über Nacht reifen lassen, da die wilde Hefe deutlich mehr Zeit benötigt um die notwendige Lockerung des Teigs zu bewirken.
  • Bei richtiger Kühlung ist die Wilde Hefe mehrere Monate haltbar.

Alle Rezepte von Hier und heute