Rote Bete-und Karottencreme

Rote Bete-und Karottencreme WDR 4 Video 08.06.2020 02:25 Min. Verfügbar bis 07.06.2021 WDR 4

Rote Bete-und Karottencreme

Von Ulla Scholz

Aus Karotten oder Roter Bete kann man aromatische Brotaufstriche herstellen. Die pikanten Pasten schmecken nicht nur Veganern oder Vegetariern gut, meint Ulla Scholz. Mit Gemüsecreme lässt sich auch allerlei Grillgut verfeinern.

Rote Bete-und Karottencreme

WDR 4 Ullas Lieblingsrezepte 08.06.2020 03:09 Min. Verfügbar bis 06.09.2020 WDR 4

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ca. 4 Gläser à 250 ml
Rote Bete-CremeKarottencremeAußerdem
300 g Rote Bete (gekocht)300 g KarottenFrische Minzzweige
200 g gekochte Kichererbesen oder weiße Bohnenkerne100 g SonnenblumenkerneEtwas Möhrengrün
100 g weißes Mandelmus50 ml Sonnenblumenöl
½ Zitrone1 TL Zucker
Salz1 EL Kreuzkümmel
Pfeffer1 Chilischote oder ein Stück Ingwer
1 TL unbehandelte, gehackte Orangenschale
Salz
Pfeffer

Zubereitung

Für die Rote-Bete-Creme die Knollen pellen, würfeln und zusammen mit den Kichererbsen oder Bohnen und dem Mandelmus in einen Mixer geben. Mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer würzen und die Zutaten zu einer glatten Creme verarbeiten. In Gläser abfüllen, mit Deckel verschließen und in den Kühlschrank stellen. 

Rote Bete-und Karottencreme, Zutaten

Die Kichererbsen kann man auch durch gekochte weiße Bohnen austauschen

Für die Karottencreme die Möhren schälen und in feine Scheiben teilen. Die Schalotte schälen und fein würfeln. Die Zwiebelwürfel in einem passenden Topf in Öl anschwitzen und mit Kreuzkümmel bestreuen. Gut umrühren und  die Karotten zugeben. Etwas zuckern, salzen und pfeffern und mit Orangenschale und Chili verfeinern. Ganz wenig Wasser angießen, die Herdplatte auf geringste Stufe stellen und einen Deckel auflegen. Das Gemüse im eigenen Sud circa 15 Minuten dünsten. Darauf achten, dass immer genügend Flüssigkeit im Topf ist. Andernfalls etwas Wasser nachgießen.

Die Sonnenblumenkerne in einer Pfanne in wenig Öl vorsichtig rösten. Wenn die Karotten gar sind, die Kerne untermischen und die Masse in ein hohes Gefäß umfüllen. Mit einem Mixstab zu einer glatten Masse verarbeiten. Abkühlen lassen, in Gläser umfüllen, mit Deckel verschließen und in den Kühlschrank stellen.

Anrichten

Die beiden Pasten auf je eine Sauerteigbrotscheibe streichen. Die Karottencreme mit etwas Grün verzieren. Das Rote-Bete-Brot mit gehackter Minze vollenden. Der Gemüseaufstrich schmeckt auch zu Fladenbrot und Baguette, wenn er als Dipp serviert wird.

Küchentipps

Warum Brotaufstriche selbst machen?

Mittlerweile finden wir in jedem Supermarkt allerlei Gemüseaufstriche. Ich mag diese Pasten nicht besonders, da sie oft viel Fett enthalten und nach Hefeextrakt schmecken. Raffiniertes Öl hinterlässt – laut Ökotest – selbst in Gemüsepasten Mineralöl-Rückstände. Es gibt auch Produkte, die Palmfett enthalten. Viele Aufstriche sind in kleinen Metalldosen mit Kunststoffdeckeln verpackt. Wer selbst ans Werk geht, hat nicht nur den besseren Aufstrich auf dem Brot, sondern trägt auch dazu bei, unnötigen Müll zu vermeiden.

Kräftig würzen – phantasievoll variieren

Guter Geschmack kommt hier nur durch erstklassiges Gemüse. Eine aromatische Rübensorte, schmeckt schon von alleine toll. Jeder, der einen Garten hat, weiß davon zu berichten, wie lecker eine frisch geerntete Mohrrübe schmeckt. Hier lege ich allen anderen den Wochenmarkt und die Bio-Gemüsebauern aus der Region ans Herz.

Rote Bete-und Karottencreme, Zutaten

Gemüsepasten immer kräftig würzen

Diverse Nüsse oder Mandelmus, sowie hochwertige native Öle unterstützen den Geschmack und sorgen für eine streichfähige Konsistenz. Mit unbehandelter Zitrusschale, Ingwer oder Meerrettich kommt Aroma an die Speise. Frische Kräuter streue ich immer vor dem Verzehr auf die Creme. Das verleiht dem Brotaufstrich etwas Frisches.

Als Grillpasten schmeckt die Rote Bete-Creme zu Fisch. Gern auch – statt mit Minze – mit Meerrettich und Dill verfeinern. Die pikante, orientalische Möhrencreme harmoniert mit Schwein, Geflügel oder Lamm.

Haltbarkeit durch kleine Gläser

Pasten am besten in mehre kleine Einheiten abfüllen. Sie halten sich bis zu einer Woche im Kühlschrank frisch. So steht nur ein kleines Glas auf dem Tisch, das Temperaturschwankungen ausgesetzt ist und durch Besteck verunreinigt werden könnte. Hier kann nichts verderben, weil das Glas schneller leer ist.

Gutes Gelingen beim Nachkochen wünscht Ulla Scholz!

Stand: 07.06.2020, 00:00