Dreierlei von der Orange

Dreierlei von der Orange

Von Ulla Scholz

Selbst gemachtes Orangeat, beschwipste Orangen und ein Sirup für Sorbet oder Limo – Ulla Scholz gibt Tipps für kulinarische Geschenke und stressfreies Weihnachtskochen.

Dreierlei von der Orange

WDR 4 Ullas Lieblingsrezepte | 03.12.2018 | 02:43 Min.

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Zutaten
Dreierlei von der Orange
1 kg Bio-Orangen
500 ml Doppelkorn oder Gin
150 g Kandiszucker
2–3 Sternanis
2–3 Kardamomkapseln
500 g Zucker
500 ml Wasser

Zubereitung

Eingelegte Orangenscheiben

Alle Früchte gut waschen und trocken reiben. Die Enden der Orangen flach abschneiden. Die Früchte nacheinander auf ein Brett stellen. Die restliche Schale in Segmenten von oben nach unten wegschneiden. Es sollte kein weißes Fruchtfleisch mehr anhaften. Je nach gewünschter Größe kann man die Orangen jetzt in Scheiben oder in einzelne Filets teilen.

Schale mit Bio-Orangen, Zucker und Gewürze

Bio-Orangen zahlen sich aus, da man alles verwerten kann

Die Fruchtstücke in ein passendes Glas füllen und mit Kandiszucker, Zimt, Sternanis oder Kardamom würzen. Mit Korn oder Gin so auffüllen, dass alles gut bedeckt ist. Mit einem Schraubdeckel verschließen und an einem kühlen Ort einige Tage ziehen lassen. Eingelegte Orangen passen als Beilage zu Eis und Pudding oder als Basis für eine Silvester-Bowle.

Orangeat selbst gemacht

Die Orangenschalen in kleine Würfel schneiden. Dann in Wasser einmal aufkochen und das Kochwasser weggießen. So kann man die Bitterstoffe etwas mildern. Nun die Stückchen in 500 ml Zuckerlösung circa 10 Minuten köcheln lassen. Zum Abkühlen zur Seite stellen. Die Orangenstücke in einem Sieb abschütten und den Sirup auffangen. Die Fruchtwürfel entweder sofort zum Backen verwenden oder konservieren. Dafür die Orangenstücke auf ein Backpapier legen und bei 60 Grad im Backofen – circa 2 Stunden – trocknen lassen. In Kristallzucker wälzen und in ein Glas oder eine Dose füllen. Beide Varianten sollten gut verschlossen werden. Selbst gemachtes Orangeat ist ein schönes Geschenk und passt als Verfeinerung in und über Kuchen sowie Eiscreme.

Orangensirup

Den Zucker und das Wasser zu gleichen Teilen in einen Topf geben und gut verrühren. Alles einmal aufkochen lassen und zum Abkühlen zur Seite stellen. Je nach Gusto kann man den Läuterzucker nun weiterverarbeiten. Er eignet sich als Basis für Cocktails zum Würzen von Fruchtsalaten und als Grundstoff für Sorbets.

Schale mit Bio-Orangen, Zucker und Gewürze

Läuterzucker hält gut. Man kann ihn auf Vorrat kochen

Für den Orangensirup gibt man Orangenschale in die heiße Läuterzuckerlösung und würzt mit einer halben Vanilleschote. Je nach Verwendung durch ein Sieb gießen und als Sauce oder als Beigabe für Cocktails oder Limonaden einsetzen.

Ullas Küchentipps

Auf die gleiche Art kann man aus unbehandelten Zitronen auch Zitronat herstellen. Da man hier keine Zitronenscheiben einlegt, empfiehlt es sich, vorher den Saft auszupressen und mit Läuterzucker einzukochen. So bekommt man einen aromatischen Zitronensirup, der sich zum Beispiel als Zitronensorbet weiterverarbeiten lässt.

Eingelegte Orangenfilets sind praktisch, um sich stressfrei auf das Weihnachtsessen vorzubereiten. Die Orangen ziehen einige Wochen gut durch und schmecken toll zum Dessert. Ist kein Alkohol gewünscht, könnte man die Fruchtfilets in Läuterzucker und Gewürzen ziehen lassen. Hier ist die Haltbarkeit allerdings kürzer, da der Alkohol als Konservierungsstoff wegfällt.

Als kulinarisches Weihnachtsgeschenk aus der Küche sehen eingelegte Orangen in Bügelgläsern gut aus. Aber darauf achten, dass der Gummiring gut schließt und das Glas von außen sauber ist. Beim Transport darf nichts auslaufen. Selbstgekochtes immer mit einem Etikett versehen. Hier sollte Herstellungsdatum und alle Inhaltsstoffe aufgelistet werden. Vielleicht sogar das Rezept anheften und vermerken, wozu das Geschenk gut passt.

Stand: 02.12.2018, 00:00