Gebratene Pilze in Teriyaki-Sauce und Dunkelbier

Gebratene Pilze in Teriyaki-Sauce und Dunkelbier WDR 4 Video 15.03.2021 01:44 Min. Verfügbar bis 14.03.2022 WDR 4

Gebratene Pilze in Teriyaki-Sauce und Dunkelbier

Von Ulla Scholz

Schnelle asiatische Gerichte aus dem Wok oder in einer Bratpfanne zubereitet sind ideal für die Urlaubsküche im Caravan. Teriyaki-Sauce und ein Fläschchen Malztrunk nimmt man am besten schon von daheim mit. Frische Pilze und Gemüse werden unterwegs auf einem Wochenmarkt eingekauft.

Gebratene Pilze in Teriyaki-Sauce und Dunkelbier

WDR 4 Ullas Lieblingsrezepte 15.03.2021 02:01 Min. Verfügbar bis 13.06.2021 WDR 4


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Zutaten (2-3 Portionen)
PilzeAußerdem
250 g Pilze  nach Wahl (Champignons, Kräuterseitlinge, Shiitake etc.)Blattpetersilie oder frischer Koriander
250 g bunte Paprika2–3 Portionen gekochter Reis als Beilage
1 Bund Frühlingszwiebeln
2 Knoblauchzehen
Stückchen Ingwer
3 EL Teriyaki-Sauce
ca. 200 ml Dunkelbier
Salz
Pfeffer
Öl zum Anbraten

Zubereitung

Die Pilze mit einem Tuch abreiben, an den unteren Enden etwas einkürzen und in dünne Scheiben schneiden. Dann zur Seite stellen. Die Frühlingszwiebeln in Röllchen teilen. Dabei die weißen Stücke und die zarten grünen Oberteile getrennt voneinander in zwei Schüsseln legen. Den Knoblauch schälen und grob hacken. Die Paprikaschoten putzen und in mundgerechte Streifen schneiden. Mit einem Löffel den Ingwer abschaben und anschließend fein würfeln.

Gebratene Pilze in Teriyaki-Sauce und Dunkelbier, Zutaten

Teriyaki-Sauce verleiht dem Gericht Aroma und Glanz

In einem Wok oder einer großen Pfanne etwas Öl erhitzen und zunächst die Pilze von beiden Seiten kräftig anbraten. Im Wok wird alles, was angeschwitzt wird, auf die breiten Außenflächen geschoben. Dann noch einmal etwas Öl nachgießen und die weißen Frühlingszwiebeln auf den Pfannengrund legen.

Mit Knoblauch würzen und nach dem Anbraten zu den Pilzen geben. Die Paprikastreifen benötigen zum Braten nur kurze Zeit, damit sie ihre Struktur nicht verlieren. Alle Zutaten vermischen, salzen und mit Teriyaki-Sauce und Dunkelbier ablöschen. Die Pilzpfanne einige Minuten sanft köcheln lassen, dann mit einer Handvoll frischer Kräuter und dem Frühlingszwiebelgrün verfeinern.

Anrichten

Auf jeden Teller etwas Reis geben und Pilze, Gemüse sowie Sauce rundum anrichten. Mit Petersilien- oder Korianderblättchen garnieren.

Meine Küchentipps

Unterwegs darf es auch Fertigsauce sein

Teriyaki-Sauce schmeckt am besten, wenn wir sie selbst herstellen. Auf Reisen würde ich jedoch davon absehen, weil wir sonst zu viele Zutaten mitnehmen müssen. Es empfiehlt sich, eine Fertigsauce einzupacken, die auf der Zutatenliste keine unnötigen Inhaltstoffe ausweist. Ich kaufe solche Produkte gern im Naturkostfachhandel – ansonsten bieten Asia-Läden mehr Auswahl als ein Supermarkt. Dunkelbier beziehungsweise Malztrunk zum Ablöschen – meine persönliche Entdeckung – verleiht der Pilz-Gemüsepfanne den letzten Schliff.

Was steckt in der Würzsauce?

Teriyaki-Sauce besteht aus Sojasauce, Knoblauch, Schalotte, Ingwer und Mirim (süßlicher Reiswein) oder Sake (herber Reiswein) sowie Zucker und Wasser. Alles wird zu einer dicklichen Konsistenz eingekocht. Teriyaki-Sauce eignet sich prima, um Tofu, Fisch oder Fleisch zu marinieren und anschließend zu braten oder zu grillen. So könnten Sie die Pilze auch durch diese Lebensmittel austauschen. Die japanische Würzsauce verleiht dem Bratgut einen schönen Glanz und sorgt für kräftigen, vollen Geschmack.

Welche Pilze passen am besten?

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Von links nach rechts: Steinpilze, Champignons, Kräuterseitlinge, Pfifferlinge und Shiitake

Je nach Saison können Sie Pfifferlinge, Röhrlinge oder Steinpilze zur Sauce geben. Ansonsten bieten Markthändler ganzjährlich Zuchtpilze an. Besonders gern mag ich Kräuterseitlinge oder Shiitake Pilze. Den Kräuterseitling immer in dünne Scheiben teilen, da er sonst auch nach dem Braten sehr fest bleibt. Bei Shiitake die Stiele abscheiden und wegwerfen oder als Fond auskochen, sie schmecken zäh. Auch Austernpilze oder Champignons eignen sich prima.

Makellose Pilze verwenden

Egal, ob selbst gesammelt oder gekauft wird: Nur Pilze verarbeiten, die frisch aussehen und nicht feucht sind. Bei Champignons sollten die Köpfe noch geschlossen sein. Dunkle Stellen immer großzügig wegschneiden und die rohen Pilze stets luftig, kühl und nur kurze Zeit lagern. Die meisten Pilzvergiftungen entstehen nicht durch den Verzehr von Giftpilzen, sondern weil Menschen verdorbene Speisepilze gegessen haben. Pilzgerichte kann man einmal zügig auf mindesten 70 Grad wieder aufwärmen. Mehrmaliges Aufwärmen oder langes Warmstellen ist ein No-Go, da sich das Pilzeiweiß in giftige Abbauprodukte umwandelt.

Viel Vergnügen und gute Reise wünscht Ihnen Ulla Scholz!

Stand: 14.03.2021, 00:00