Frühlings-Frittata

Frühlings-Frittata WDR 4 Video 12.04.2021 02:07 Min. Verfügbar bis 11.04.2022 WDR 4

Frühlings-Frittata

Von Ulla Scholz

Mit grünem Spargel, Bärlauch und jungen Erbsen kommt bei WDR 4 der Frühling auf den Teller. Ulla Scholz verarbeitet die Gemüse zu einer italienischen Frittata, die mit gebackenen Kartoffelrosetten und gelben Brokkoliblüten zu einem köstlichen Hingucker wird.

Frühlings-Frittata

WDR 4 Ullas Lieblingsrezepte 12.04.2021 01:54 Min. Verfügbar bis 11.07.2021 WDR 4


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Zutaten (2–3 Portionen)
SpargelJunge ErbsenKartoffelmasseAußerdem nach Belieben
500 g grüner Spargel1 kg frische Erbsen500 g Kartoffeln250 g Brokkoliblüten
3 Eier1 EL Butterca. 50 g Butter2–3 Karotten
70 g Bergkäse SalzMuskatHandvoll Bärlauch
150 ml SahnePrise ZuckerSalz
SalzPfeffer
Pfeffer
Geklärte Butter zum Anbraten

Zubereitung

Zunächst die Kartoffeln schälen, halbieren und in gesalzenem Wasser circa 25 Minuten garen. Währenddessen die Erbsen pulen und zur Seite stellen.

Nun den Spargel vorbereiten. Je nach Sorte, die trockenen Enden unten großzügig abschneiden. Kommt das Gemüse frisch vom Feld und sehen alle Exemplare durchgängig schön grün aus, muss nicht großartig geschält werden. Ansonsten die Schale bis zur Hälfte entfernen und das Gemüse in 2 cm große Stücke teilen.

Frühlings-Frittata, Zutaten

Bergkäse verleiht der Frittata ein kräftiges Aroma

Eier und Sahne in eine große Schüssel füllen und gut verquirlen. Den Käse in grobe Späne reiben und unter die Masse rühren. Das Gemisch mit Salz und Pfeffer würzen. Wer mag, könnte an dieser Stelle auch noch mit fein geschnittenem Bärlauch verfeinern. Zuletzt die Spargelstücke zugeben.

Die Kartoffeln durch eine Presse drücken, mit Muskat würzen und mit Butter vermischen. In einen Spritzbeutel füllen und kurz zur Seite stellen.

In einer ofenfesten Pfanne etwas geklärte Butter erhitzen und die Ei-Spargel-Masse einfüllen. Die Frittata von unten – bei moderater Temperatur – kurz anbraten. Kartoffelrosetten am Rand rundum aufspritzen und die Pfanne für circa 20 Minuten bei 180 Grad in den Backofen geben.

Während die Frittata im Ofen gart, werden die Erbsen pochiert. Dafür das Gemüse in einen passenden Topf geben und mit Butter und ganz wenig Wasser erhitzen. Mit Salz und einer Prise Zucker vollenden. Wer keine Lust auf langwieriges Erbsenpulen hat, kann dünne Karottenscheiben im eigenen Sud garen und später das Ofengericht damit verfeinern.

Anrichten

Die Frittata in der Pfanne auf den Tisch stellen und in Portionen teilen. Entweder mit frischen Erbsen oder Karotten garnieren und Brokkoliblüten anlegen.

Meine Küchentipps

Essbare Blüten

Brokkoliblüten entstehen, wenn der Kohl nicht zügig genug geerntet wurde. Die Blütenstaude bleibt essbar – nur der Stängel wird hart. Kohlblüten schmecken im Salat mit Vinaigrette verfeinert oder man verwendet sie – wo es passt – als Dekoration. Zurzeit kommen Brokkoli-Blüten aus Italien – ich habe sie auf dem Wochenmarkt beim Biogemüsehändler gefunden. Wer einen Gemüsegarten bewirtschaftet, sollte mit Brokkoliblüten einmal etwas herumexperimentieren.

Frische Erbsen vom Wochenmarkt

Wir benötigen eine Menge Schoten, damit jeder am Tisch einige Löffel Erbsen über die Frittata streuen kann. Frische Erbsen sind ein Genuss – aber leider aufwendig zu puhlen. Betrachten Sie das Gemüseputzen als meditative Übung oder spannen Sie andere im Haushalt für diese Tätigkeit ein. Kinder lieben so etwas. Dabei aber aufpassen, dass nicht zu viel genascht wird. Rohe Erbsen sind lecker, enthalten jedoch – wie alle ungekochten Hülsenfrüchte – den Inhaltsstoff Phasin. Die giftige Substanz lässt sich nur durch Erhitzen deaktivieren.

Erst die alten Knollen vom Vorjahr verbrauchen

Frühlings-Frittata, Zutaten

Lagerkartoffeln aus der Region schmecken besser als weitgereiste Ware

Pünktlich zur Spargelzeit tauchen auf dem Markt neue Kartoffeln aus Nordafrika auf. Bei uns werden die ersten heimischen Sorten erst Ende Juli geerntet. Spargel und neue Kartoffeln sind regional nie gleichzeitig zu haben. Die Idee, beides zu kombinieren ist eine clevere Vermarktungsstrategie des Handels. Mit saisonaler Ernährung hat das nichts zu tun.

Die Neuen kommen von weit her und haben kaum Eigengeschmack. Damit heimische Kartoffelbauern ihre Ware vom Vorjahr nicht an die Tiere verfüttern müssen oder das Gemüse auf dem Müll landet, sollten wir zurzeit noch auf Kartoffeln vom Vorjahr zurückgreifen. Früher wusste man in der gehobenen Küche aus Lagerkartoffeln leckere Kreationen zuzubereiten. Die hatten klangvolle französische Bezeichnungen wie Pommes Duchesse, Pariser Kartoffeln oder Pommes Dauphine und wurden mit Spargel kombiniert.

Gutes Gelingen und viel Vergnügen wünscht Ihnen Ulla Scholz!

Das Rezept als PDF zum Download

Stand: 11.04.2021, 00:00