Türkische Köfte

Kochen mit Martina und Moritz 04.06.2022 20:28 Min. UT DGS Verfügbar bis 04.06.2023 WDR


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Türkische Köfte

Stand: 04.06.2022, 17:45 Uhr

Von Martina Meuth und Bernd Neuner-Duttenhofer

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Martina und Moritz waren in der Türkei und haben dort den Menschen auf den Grill geschaut. Dort grillt man selten das schiere Fleisch. Man dreht es lieber vorher durch den Wolf. Das mag daran liegen, dass das richtige Abhängen von Fleisch dort keine Tradition hat, das Fleisch also nicht mürbe wird, aber als Hackfleisch immer saftig gerät.

Unsere Fernsehköche wandeln das Rezept ab und mischen gekochten Reis unter den Hackfleischteig, um die Masse aufzulockern. Natürlich könnte man auch eingeweichtes Brot nehmen, wie sie das in ihre Buletten tun. Aber ganz ohne Lockerungsmittel, wie es in der Türkei oft gemacht wird, ist es ihnen zu fest.

Zutaten für 6 bis 8 Personen:

  • 1 kg Lammhack (wer Lamm nicht mag, kann halb Schwein/halb Rind nehmen)
  • 3 große Zwiebeln
  • 1 dicke Knoblauchknolle
  • 3 EL Olivenöl
  • 200 g gekochter Reis
  • Salz
  • 1 Ei
  • 2-3 Paprika (Dolma oder Spitzpaprika – siehe Tipp)

Kräuter und Gewürze:

  • 1 dickes Bund Minze oder Dill
  • 1-2 EL gemahlener Kreuzkümmel
  • 2 EL Pul Biber (das sind gemahlene Chiliflocken aus dem türkischen Lebensmittelladen) oder 1 guter EL zerkrümelte Chili
  • 1 TL Sumach (türkisches Gewürz, das säuerlich-fruchtig schmeckt)

Zubereitung:

  • Das Hackfleisch in eine Schüssel füllen. Die Zwiebeln fein würfeln, Knoblauch hacken, in heißem Olivenöl weich dünsten, aber nicht bräunen. Mit dem gekochten Reis vermischen, dann mit den fein gehackten Kräutern und dem Ei unter das Hackfleisch mischen. Sehr innig vermengen, dann herzhaft salzen und würzen – vor allem mit Chilipulver bzw. scharfem Paprika (nach Gusto, der Übergang ist ja fließend) und mit gemahlenem Kreuzkümmel. Daraus längliche Würstchen formen, die auf Metallspieße gesteckt werden.

Tipp: Unbedingt darauf achten, dass die Metallspieße flach und nicht rund sind, sonst fällt die Masse davon ab.

Tipp: Einen Teil der Füllung in Paprika stecken, entweder in die Hälften oder in die vom Stiel herausgehöhlten Früchte. Gut dafür sind die hellgrünen Dolma, die ein dünnes Fleisch haben, sich bestens zum Füllen eignen und vom Grill wunderbar schmecken. Oder die roten, fleischigen Spitzpaprika, die besonders süß sind. Deren Haut verbrennt auf dem Grill, wird schwarz und lässt sich ganz leicht abziehen, was dem Geschmack besonders förderlich ist.