Birnenmarmelade und Rote Bete Chutney selbst gemacht

Birnenmarmelade selbst gemacht Hier und heute 29.10.2019 06:34 Min. Verfügbar bis 29.10.2020 WDR

Birnenmarmelade und Rote Bete Chutney selbst gemacht

Ernährungswissenschaftlerin und Kochbuchautorin Sarah Schocke liebt es, die Saison für viele Obst- und Gemüsesorten durch Einkochen zu verlängern. Damit das Haltbarmachen zum leckeren Gaumenschmaus wird, kommt es auf die richtige Methode und gute Rezepte an. Probieren Sie Ihre karamellisierte Birnenmarmelade und das Rote Bete Chutney.

Karamellisierte Birnenmarmelade

für 4 Gläser à 200 ml, haltbar: bis 12 Monate

Zutaten

  • 1 kg reife Birnen                                           
  • 400 g Gelierzucker 2:1
  • 2 Zitronen                                                     
  • Mark einer Vanilleschote
  • 2 EL Zucker

Zubereitung

Birnen schälen, vierteln, entkernen und fein würfeln. Zitronen auspressen. Zucker in einem Topf zerlassen, so dass er karamellisiert. 750 g der Birnen und Zitronensaft hinzu geben und offen bei mittlerer Hitze und unter gelegentlichem Rühren 5 Minuten weich köcheln. Dann mit einem Mixstab glatt pürieren. Restliche Birnen, Gelierzucker und Vanillemark zugeben. Sobald der Zucker sich aufgelöst hat, die Masse unter Rühren circa 8 Minuten sprudelnd aufkochen (gegebenenfalls Schaum abschöpfen), eine Gelierprobe machen. Die Marmelade heiß in sterilisierte Gläser mit Schraubdeckel füllen und sofort verschließen.

Rote Bete Chutney

für 1 Glas (ca. 350 g), haltbar: 6 bis 8 Monate

Rote Bete Chutney

Zutaten

  • 1 säuerlicher Apfel, z.B. Boskoop
  • 1 rote Bete (200 g)
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 30 g Butter
  • 2 EL Olivenöl
  • 2-3 EL Zucker
  • 100 ml Rotwein-Essig (alternativ Aceto Balsamico Essig)
  • 1 TL Salz

Zubereitung

Rote Bete

Die Rote Bete schälen und in kleine Würfel schneiden.

Apfel waschen, vierteln, entkernen und 1cm groß würfeln. Rote Bete mit Handschuhen schälen und ebenfalls in 1 cm große Würfel schneiden. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken.  In einem Topf Butter und Olivenöl erhitzen auf mittlerer Stufe erhitzen. Zwiebel und Knoblauch darin anschwitzen, Zucker zugeben und hellbraun karamellisieren lassen. Rote Bete zufügen und mit Essig ablöschen.  Mit dem Salz vermischen und das Ganze bei geschlossenem Deckel und mittlerer Hitze 30-40 Minuten einkochen lassen. Das kochend heiße Chutney in ein sterilisiertes Glas füllen und verschließen. Kühl und dunkel lagern. 

Rote Bete Chutney selbst gemacht Hier und heute 29.10.2019 07:18 Min. Verfügbar bis 29.10.2020 WDR

Sarahs Einmach-Tipps

Einmach-Regeln

  • Grundsätzlich ist es wichtig sehr hygienisch zu arbeiten. Das bedeutet, die Gläser, Deckel und Gummiringe vorher keimfrei auszukochen. Sie können mehrfach verwendet werden, sollten aber keine Defekte aufweisen. Auch die Lebensmittel selbst sollten unversehrt sein.
  • Kaltes Einmachgut wird mit kaltem Wasser und heißes Einmachgut mit heißem Wasser eingekocht.

Einkochen im Backofen

Gemüse bei 200 Grad und Obst bei 170 Grad ca. 30 Minuten. Bei beiden Sorten warten man bis Bläschen aufsteigen. Die Gläser stehen auf einem Geschirrtuch in der Fettpfanne, die ca. 3 cm hoch mit Wasser gefüllt ist. Bei Gemüse auf 150 Grad reduzieren, 60 Min. kochen, dann ausschalten und ebenfalls 30 Min. stehen lassen.

Einkochen im Topf

Geschirrtuch in Topf legen, Gläser hineinstellen und bis 3 cm unter Gläserrand mit Wasser auffüllen. Es gibt unterschiedliche Kochzeiten für verschiedenes Kochgut:

- Marmelade wird durch den Zuckergehalt konserviert: Dieser sollte bei 60 % liegen, dann reicht es, die Marmelade heiß (90°C) in ein sterilisiertes Glas abzufüllen. Ist der Zuckergehalt niedriger, sollte die Marmelade zusätzlich eingekocht oder rasch verzehrt werden. Kocht man also Marmeladen ein, kann man auch Marmeladen ganz ohne Zuckerzusatz kochen.
Der Zucker dient der Konservierung. Lässt man ihn weg, kann die Marmelade zur längeren Haltbarkeit auch eingekocht werden (90°C, 30 Minuten). Statt Haushaltszucker können auch andere Zucker zur Konservierung genutzt werden: z.B. Honig, Dicksaft oder Vollrohrzucker.

- Man braucht nicht immer Gelierzucker: Marmeladen werden auch mit pektinreichem Obst z.B. Johannisbeeren, Äpfel oder Quitten fest - ganz ohne Gelierzucker. Oder durch eine Pektinbeigabe in Pulverform. Dazu ein Teil Obst mit einem Teil pektinreichem Obst und zwei Teilen Zucker aufkochen.

- Säurearmes Obst braucht Citrus: Birnen oder Aprikosen beispielsweise, muss Säure, z.B. Zitronensaft, zugesetzt werden. Diese setzt das Pektin schnell frei und lässt den Gelierpunkt schneller erreichen.

- Haltbarkeit: Die Gläser immer mit Datum beschriften. Proteinhaltige Lebensmittel sind anfällig für Botulinium-Toxine. Hier riecht man nicht, dass das Eingemachte nicht mehr genießbar ist. Proteinhaltige Lebensmittel sind z.B. Hülsenfrüchte und Fleisch.

Tipp z.B. bei „älterem“ Einmachglas

Wenn der Deckel beim Öffnen nicht zischt, besser nicht mehr probieren.

Stand: 29.10.2019, 06:00