Service Essen und Trinken – Gote zu Rosé

Eine Weinflasche und zwei Gläser sehten auf einem Tisch am Strand

Service Essen und Trinken – Gote zu Rosé

Auch wenn er in den vergangenen Jahren zunehmend beliebter geworden ist, vor allem im Sommer, fremdeln die Deutschen immer noch ein wenig mit dem Rosé. Warum eigentlich?

In Spanien, Italien und Frankreich kommt er häufiger ins Glas, sagt Helmut Gote und vermutet, die Deutschen hätten Vorurteile in Sachen Rosé. Zum Beispiel, dass es den Wein nur als "lieblich" und "sehr fruchtig" gibt, dass er mehr nach Fruchtsaft als nach Wein schmeckt.

Dabei ist mancher Rosé durchaus trocken und zum Essen eine empfehlenswerte Alternative zu Rot- und Weißwein. Unser Genussexperte empfiehlt zudem die prickelnde Variante zu probieren - Rosé-Sekt.

Weitere Infos zum Rosé von Helmut Gote

Rosé-Weine sind oft nur ein Beiprodukt der Rotweinherstellung und werden deshalb von Weinfachleuten im Allgemeinen nicht richtig ernst genommen. Wenn es aber zum Beispiel an schönen Sommerabenden beim Wein nicht so ernst zugeht, dann haben diese eher preiswerten Sommergetränke zwischen rot und weiß ihren Zweck als unkomplizierter "Pichelstoff" eigentlich schon erfüllt.

Rosé-Weine können praktisch aus allen Rotweintrauben hergestellt werden, in Deutschland werden sie am häufigsten vom Spätburgunder gekeltert, in Frankreich oder Spanien aus den Rotweintrauben, die für die jeweilige Region typisch sind.

Die meisten Rosé- Weine werden nach dem "Saignée"-Verfahren hergestellt: Dabei wird der Maische nach der Pressung der Trauben ein Teil des Saftes entzogen, damit der spätere Rotweine kräftiger wird. Der abgezogene Saft hat deswegen nur wenig Kontakt mit den Traubenschalen, in denen die Farbpigmente sitzen – also wird dieser Wein eben rosa und nicht rot. Flamingo-farben ist eigentlich präziser, besonders wenn die Flasche am Abend auf der Terrasse in der untergehenden Sonne leuchtet und dadurch schon zum Trinken animiert.

Gute Rosé-Weine in der Preisklasse zischen fünf und zehn Euro schmecken fruchtig, manchmal auch etwas nach Erdbeeren, haben eine angenehm frische Säure und sollten spätestens zwei Jahre nach der Ernte getrunken sein.

Rosé-Weine passen gut zu milden Käsesorten, Gemüse, Salaten, Fisch und Geflügel. Trinken Sie Rosés von guter Qualität ruhig etwas wärmer als Weißwein, 10-12 Grad sind optimal – einfache Rosés bei 6 – 8 Grad.

Autor: Helmut Gote

Redaktion: Regina Tanne

Service Essen und Trinken ist eine Rubrik der WDR 5 Sendung Neugier genügt und ist dort mittwochs zwischen 10.04 Uhr und 12.00 Uhr zu hören.

Service Essen und Trinken – Gote zu Rosé

WDR 5 Neugier genügt - Freifläche 15.05.2019 06:29 Min. WDR 5

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