"Twittergewitter": Feuerwehr warb um Nachwuchs

"Twittergewitter": Feuerwehr warb um Nachwuchs

  • "Twittergewitter" der NRW-Berufsfeuerwehren
  • Einblicke in den Arbeitsalltag unter #112live
  • Anlass ist der elfte Europäische Tag des Notrufs

Mit dem Hashtag #112live sind die NRW-Berufsfeuerwehren am Montag (11.02.2019) im Kurznachrichtendienst Twitter unterwegs gewesen und haben dort entsprechende Beiträge veröffentlicht. Motto der Aktion: "Twittergewitter".

Anlass ist der Europäische Tag des Notrufs, der zum elften Mal stattfindet. Für die Feuerwehren ist es eine Gelegenheit, sich auf einer etwas anderen Plattform zu präsentieren und um Nachwuchs zu werben.

25 Einsätze in zwei Stunden in Essen

In Essen ging es am Morgen gleich hektisch los: 25 Einsätze in zwei Stunden waren zu bewältigen: über hilfsbedürftige Menschen bis hin zu Menschen, für die jede Hilfe zu spät kam. Kreislaufkollaps, Sturz, bewusstlose Person: die Großstadtfeuerwehren konnten im Minutentakt von ihren Einsätzen berichten.

In einem Fall wurde der Anrufer per Telefon angeleitet, bei einem Menschen mit Atemstillstand bis zum Eintreffen des Rettungsteams lebensrettende Hilfe zu leisten. Die Düsseldorfer Feuerwehr zog um 15.00 Uhr nach sieben Stunden Zwischenbilanz: 727 Anrufe gingen bis dahin ein, davon 279 Notrufe. 17 Feuermeldungen waren dabei, 149 Rettungsdiensteinsätze und 103 Krankentransporte.

Ein Blech voll "Berliner" für den Hunger zwischendurch

Bei soviel Fleiß gab es auch Dank aus der Bevölkerung. Bei der Bochumer Feuerwehr wurde ein ganzes Backblech voll "Berliner" für den Hunger zwischendurch abgegeben.

Dieses Element beinhaltet Daten von Twitter. Sie können die Einbettung auf unserer Datenschutzseite deaktivieren.

Einmal Pool füllen, bitte

Abgesehen davon wollten die Feuerwehrleute klar machen, wie man einen Notruf richtig absetzt - und wann überhaupt. Das scheint nicht so selbstverständlich zu sein. Der Bottroper Feuerwehrsprecher Michael Duckheim sagte: "Da passieren Sachen, da packt man sich nur an den Kopf."

So wie bei dem vermeintlichen Notruf, der eines Tages in der Leitstelle ankam: "Da hat tatsächlich einer gefragt, ob die Feuerwehr auch Swimming-Pools befüllt."

Zwölf Stunden live dabei

Insgesamt beteiligten sich unter #112live bundesweit 41 Berufsfeuerwehren. Die Accounts wurden von 8 bis 20 Uhr mit aktuellen Infos befüllt.

Stand: 11.02.2019, 20:25

Kommentare zum Thema

6 Kommentare

  • 6 feuerwehrmann-ehefrau 12.02.2019, 09:58 Uhr

    Finde ich gigantisch gut, solche Aktionen. Habe gestern wieder mit Freude "Feuer und Flamme" mit dem Gatten - Feuerwehrmann - geguckt. Ich hoffe, daß die Leute sensibilisiert werden, was die Arbeit der Lebens- und Menschenretter angeht - und, wie sie darin behindert werden! Diesen Berufen - wie Ärzten, Krankenschwestern, Altenpflegern etc. - muß einfach Hochachtung gezollt werden - und sie muß unterstützt und nicht noch behindert werden!

  • 5 Iris Wynbergen 11.02.2019, 18:13 Uhr

    Danke für Einblicke und Eindrücke die man sonst nicht bekommt .Großartige Aktion und Danke das Ihr immer für uns da seid.

  • 4 Norbert brackmann 11.02.2019, 17:15 Uhr

    Unsere Mädels und jungs sind rund um die Uhr für uns unterwegs. Hut ab. Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

  • 3 Atze 11.02.2019, 12:42 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er gegen unsere Netiquette verstößt. (die Redaktion)

  • 2 Peter Szidat 11.02.2019, 12:02 Uhr

    Mein größter Dank gilt allen Rettungssanitätern und Feuerwehrleuten. Sie machen einen tollen Job z.T. unter Einsatz ihres Lebens. Man sollte sie nur besser bezahlen und ihnen größeren Respekt zollen! Also danke an alle!!!

  • 1 Atze 11.02.2019, 10:46 Uhr

    In unserer bunt gefächerten Gesellschaft fällt mir auf, dass bei der Freiwilligen Feuerwehr in vielen Orten der Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund äußerst dürftig ist, teilweise sogar gegen 0 tendiert. Wie mag das kommen, will niemand diese Menschen bei der Feuerwehr haben oder liegen andere Gründe vor, sich nicht bei der Feuerwehr, THW, ASB.....etc. zu engagieren ?