Nachhaltig Modetrends mitmachen: Kleidung mieten

Das Bild zeigt Kleidung auf Kleiderbügeln.

Nachhaltig Modetrends mitmachen: Kleidung mieten

Von Lara Gohr

  • Viele Firmen vermieten Kleidung gegen einen monatlichen Betrag im Abo
  • Leihen ist umweltfreundlicher als Neukauf
  • Alternativen wie Second-Hand-Kauf sind oft günstiger und nachhaltiger

Die Textilindustrie verursacht aktuell mehr CO2-Emissionen als alle Langstreckenflüge und Kreuzfahrten zusammen, so die internationale Energie Agentur (IEA). Ein Grund dafür ist die rasante "Fast-Fashion" Branche. Günstige Modekollektionen erscheinen im Zwei-Wochen-Takt, ständige Werbung animiert dazu, Trends mitzumachen.

Anbieter von Kleider-Abos werben damit, die monatliche Abwechslung im Kleiderschrank umweltfreundlich zu machen. Aber ermöglicht gemietete Mode wirklich Konsum ohne Reue? 

Nachhaltig Modetrends mitmachen: Kleidung mieten

WDR 2 Servicezeit 09.12.2019 03:24 Min. Verfügbar bis 08.12.2020 WDR 2


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Flatrate für Designerkleidung

Gefährlicher Chic Titelbild

Schicke Miet-Modelle

Die Firma "myonbelle" bietet zum Beispiel eine monatliche Flatrate für Alltags- und Designerkleidung an. Der Anbieter "stay awhile" vermietet nachhaltig produzierte Kleidung, Kilenda Kinder- und Umstandsmode. Die Websites der Anbieter sehen aus wie Online-Shops. Hier suchen sich Kunden je nach Abo und Laufzeit passende Kleidungsstücke aus und bekommen sie gegen einen monatlichen Betrag zugeschickt. Die Sachen benutzen sie wie die eigenen, Schäden sind versichert. Gefällt jemandem ein Teil wirklich gut, kann er es aus der Box rauskaufen. Wer Lust auf Neues hat, tauscht die Kleidung regelmäßig aus.

Kleidung leihen ist nachhaltiger als Neukauf

Philip Heldt ist Umweltexperte bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Kleidung zu leihen ist nachhaltiger als neue zu kaufen, sagt er, "weil die Textilien hochwertiger und langlebiger sind als Fast-Fashion-Produkte." In einem Leih-System wird die gleiche Hose von vielen Menschen hintereinander getragen, was deren Wasser- und CO2-Fußabdruck verringert. "Natürlich hat so eine Hose eine bessere Ökobilanz als eine, die dreimal getragen wird, zwischendurch ungenutzt im Schrank liegt und dann in die Altkleidersammlung wandert."

Stand: 09.12.2019, 11:53