Wickel gegen Gelenkschmerzen

Das Bild zeigt Kräuter einen Mörser.

Wickel gegen Gelenkschmerzen

Wickel sind so gut wie schmerzlindernde Salben, wie eine Studie der Universität Duisburg-Essen belegt. Doc Esser zeigt im Studio welche Wickel am besten sind und wie man diese anlegt.

1. Kohlwickel

Am besten eignet sich Wirsing: 2-3 Blätter vorsichtig abbrechen und den harten Strunk in der Mitte herausschneiden. Dann mit einem Nudelholz über die Blätter drücken, so dass es knackt und der Kohlsaft austritt. Die darin enthaltenen Flavanoide und Senfglycoside wirken genauso schmerzstillend wie eine Schmerzsalbe, haben Forscher der Universität Duisburg-Essen herausgefunden. Kohlwickel kommen beim Patienten sogar besser an als Wickel mit Salbe.

Die gewalzten Blätter auf das schmerzende Gelenk legen, mit einer elastischen Binde fixieren und für ein paar Stunden oder über Nacht einwirken lassen.

2. Warme Wickel mit Bockshornkleesamenpulver

Je nach Größe der zu behandelnden Fläche ca. 3 Teelöffel Bockshornkleesamenpulver aus der Apotheke oder aus dem Reformhaus mit etwas heißem Wasser anrühren, so dass eine zähe Paste entsteht. Auf eine Kompresse streichen und mit einer zweiten abdecken. Auf das schmerzende Gelenk legen und mit einer Binde fixieren.

Was hier schmerzlindernd wirkt, sind Linol und Linolensäure. Vorsicht Asthmatiker: Bockshornklee reizt die Atemwege. Auch Nicht-Asthmatiker sollten den warmen Wickel nicht länger als 2 Stunden tragen.

3. Kühlende Quark-Wickel

Je nach Größe der Problemstelle etwa 3 Esslöffel Quark in ein mit einer Kompresse ausgelegtes engmaschiges Sieb geben. Abtropfen und etwas erwärmen lassen. Mit einer zweiten Kompresse abdecken, auf das schmerzende Gelenk geben, mit etwas Küchenpapier umwickeln und mit einem Trockentuch fixieren. Dieser Wickel kann getragen werden, bis er nicht mehr kühlt. Kasein und Milchsäure aus dem Quark öffnen die Poren und ziehen die Entzündungsstoffe aus der Haut heraus.

Vorsicht: Quarkwickel danach nicht essen!

Stand: 12.02.2019, 15:00