Tipps: So hält man gute Vorsätze durch

Mann auf Laufband vor Fensterfront in Fitnessstudio

Tipps: So hält man gute Vorsätze durch

  • Nur das vornehmen, was man ernsthaft will
  • Planung in kleinen, realistischen Schritten
  • Mehrere Anläufe in Kauf nehmen

Weniger Stress, mehr Sport, gesunde Ernährung - nicht nur der Jahresbeginn ist die Zeit für gute Vorsätze. Immerhin 57 Prozent der Befragten gaben zuletzt in einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Krankenkasse DAK an, 2019 mehr Sport treiben zu wollen. 42 Prozent haben sich demnach vorgenommen, abzunehmen.

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Doch um Vorsätze umzusetzen, braucht es mehr als nur eine vage Überlegung. Maßgeblich sind nach Einschätzung von Experten vor allem Leidensdruck oder zumindest der starke Wunsch nach Veränderung. Hat man beides nicht, sollte man sich erst gar nicht mit diesem Vorsatz belasten. Denn dann sind Scheitern und Frust garantiert.

In kleinen und konkreten Schritten planen

Ziele müssen realistisch und schnell erreichbar sein. Wer komplett untrainiert ist, sollte sich nicht den Marathon im nächsten Jahr vornehmen. Besser sind kleine Ziele wie: In sechs bis acht Wochen die Runde durch den Park zu schaffen. Der kurze Zeitraum ist wichtig, denn dann droht ohne Erfolgserlebnis der erste Durchhänger.

Verbündete suchen

Selbstdisziplin allein reicht selten aus. Deshalb am besten mit Freunden und Bekannten über sein Ziel sprechen, um sich etwas unter Druck zu setzen. Noch besser ist es, seine Vorsätze gemeinsam mit anderen umzusetzen. Etwa eine Abnehmgruppe zu gründen oder sich regelmäßig mit Freunden zum Sport zu verabreden.

Doc Esser: Gute Vorsätze einhalten

WDR 2 30.12.2018 04:27 Min. WDR 2

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Rückschläge einkalkulieren

Eingefahrene Gewohnheiten zu ändern fällt schwer. Logisch, denn wenn man sich etwas angewöhnt, dann ja deshalb, weil es angenehm oder bequem ist. Psychologen gehen daher davon aus, dass man meist mehrere Anläufe für eine Verhaltensänderung braucht.

Wenn man sich also heute nicht zum Joggen aufraffen kann, dann nicht gleich gefrustet zu Bier und Chipstüte greifen. Sondern gelassen bleiben und für morgen den nächsten Anlauf planen.

Widrige Umstände einplanen

Es muss nicht immer am inneren Schweinehund liegen, wenn man etwa nicht zum Sport kommt. Vielleicht ist das Wetter zu schlecht zum Joggen. Oder man muss länger arbeiten und schafft es deshalb nicht rechtzeitig zum Sportkurs.

Solche Hindernisse sollte man einkalkulieren und sich einen Plan B überlegen, zum Beispiel ein Gymnastikprogramm für Zuhause bei schlechtem Wetter.

Keine Tabus aufstellen

"Ab sofort lasse ich die Süßigkeiten ganz weg!" - das dürfte zum Scheitern verurteilt sein. Wenn man sich Dinge dogmatisch verbietet, werden sie erst recht interessant. Besser zum Beispiel die Mengen reduzieren und sich bei Heißhunger einen Schokoriegel erlauben.

Anne Debus, KNA, dpa | Stand: 02.01.2019, 10:58