Thrombose – das sind die Risikofaktoren

Thrombose – Tipps für gesunde Venen Servicezeit 25.02.2020 07:01 Min. UT Verfügbar bis 25.02.2021 WDR Von Vera Pfeifer

Thrombose – das sind die Risikofaktoren

Von Sylvia Freudenberger

Eine Schwellung am Bein, Kribbeln, Schmerzen im Unterschenkel, ein Druck-oder Hitzegefühl – all das können Hinweise auf einen gefährlichen Venenverschluss durch ein Blutgerinnsel sein. Jedes Jahr erkranken geschätzt 100.000 Menschen an einer solchen Thrombose.

Wird die Thrombose nicht rechtzeitig erkannt und behandelt, kann es zu lebensgefährlichen Konsequenzen wie einer Lungenembolie kommen. Pro Jahr sterben 40.000 Menschen in Deutschland an einer Lungenembolie. Und wer denkt, es trifft nur ältere Menschen, liegt falsch – es trifft immer wieder auch junge Menschen.

Besteht der Verdacht auf eine Thrombose, heißt es ab zum Arzt. Wird eine Thrombose rechtzeitig erkannt, helfen Gerinnungsmedikamente das Gerinnsel aufzulösen. Der Patient muss weder ins Krankenhaus noch im Bett liegen.

Was passiert bei einer Thrombose?

Die Klappen einer gesunden Vene öffnen sich regelmäßig um den Blutstrom zum Herzen zu ermöglichen und schließen sich wieder, so dass das Blut nicht der Schwerkraft folgend zu den Füssen fließt. Um zu verhindern, dass nach einer Gefäßverletzung zu viel Blut verloren geht, besitzt der Körper ein komplexes Blutgerinnungssystem. Wird es aktiviert, verklumpen bestimmte Bestandteile des Bluts und bilden eine Art „Pflaster“, welches die Wunder verschließt. Dieser lebenswichtige Schutzmechanismus ist für die Thrombose verantwortlich. Bei der Thrombose wird der Gerinnungsprozess in Gang gesetzt, bei denen es nicht notwendig wäre.

Fünf Risikofaktoren für eine Thrombose

Verletzungen:
Operationen und Frakturen erhöhen durch Verletzungen der Gefäßwände die natürliche Gerinnungsneigung des Blutes.

Immobilität:
Langes Liegen bei einer schweren Erkrankung, ein längerer Krankenhausaufenthalt oder auch ein Langstreckenflug verlangsamen den Blutfluss und steigern das Thromboserisiko.

Hormone:
Schwangerschaft, Wochenbett, die Pille, Wechseljahrespräparate verändern die Zusammensetzung des Blutes, so dass es gerinnt.

Lebensstil:
Übergewicht, Rauchen und Bewegungsmangel sind gefährlich. Die Blutzusammensetzung ändert sich, das Blut fließt langsamer und die Gefäßwände werden angegriffen.

Vorgeschichte:
Venen, die schon einmal durch ein Gerinnsel verschlossen waren, sind anfälliger für eine erneute Thrombose. Die vernarbten Gefäße behindern den uneingeschränkten Blutfluss.

Tipp:
Schwitzen in der Sauna erhöht nicht das Thromboserisiko. Der Wechsel von warm und kalt trainiert die Gefäße. Wer allerdings schon mal eine Thrombose hatte und in die Sauna möchte, sollte vorher seinen Arzt fragen.

Stand: 25.02.2020, 12:00