Tipps gegen Sodbrennen

Sodbrennen - was hilft? Servicezeit 11.12.2018 07:19 Min. Verfügbar bis 11.12.2019 WDR Von Max Strutz

Tipps gegen Sodbrennen

Von Jörg E. Mayer

  • Jeder dritte Erwachsene leidet unter Sodbrennen
  • Auslöser durch Ernährungtagebuch erkennen
  • Welche Hausmittel und Medikamente helfen
  • Bei anhaltenden Beschwerden Arzt aufsuchen

Jeder dritte Erwachsene leidet gelegentlich unter Sodbrennen. Entsprechend breit ist das Angebot an freiverkäuflichen Medikamenten. Diese arbeiten mit unterschiedlichen Substanzen und Wirkmechanismen. Welche am besten helfen, müssen Betroffene selbst ausprobieren.

Viele Medikamente im Angebot

Freiverkäufliche Medikamente sind bei gelegentlichem Sodbrennen in der Regel gute Unterstützer. Doch auf Dauer können sie Nebenwirkungen hervorrufen. Wer ein- bis zweimal die Woche Sodbrennen hat, sollte spätestens nach vier Wochen den Arzt aufsuchen.

Denn ständig aufsteigende Magensäure kann zu Schleimhautentzündungen, Schleimhautdefekten und längerfristig zu einer Veränderung der Schleimhaut der Speiseröhre führen.

Bewährte Hausmittel

Die Bandbreite der Hausmittel, die bei Sodbrennen angeboten werden, reicht von Heilerde über Leinsamen bis hin zu Kartoffelsaft. Hinzu kommen Natron, bestimmte Salze oder Tees. Vorteil: Bei gelegentlicher Einnahme gibt es in der Regel keine Nebenwirkungen. Etwa zehn bis 20 Prozent der Patienten mit gelegentlichem Sodbrennen können sich mit Hausmitteln gut selbst behandeln.

Pflanzliche Helfer

Daneben gilt ein sogenanntes Karminativum gegen Blähungen auch als wirksames Mittel gegen Sodbrennen. Es setzt sich beispielsweise aus Anis, Fenchel, Kümmel, Koriander, Pfefferminzblättern, Kamillenblüten oder der Bitteren Schleifenblume zusammen. Diese gibt sie als ätherisches Öl oder als Arznei-Tee aus der Apotheke.

Auf die Ernährung achten

Ein Ernährungstagebuch kann helfen, die Sodbrennen-Auslöser zu erkennen. Dabei alle Speisen und Getränke, die Uhrzeit und mögliche Auswirkungen notieren. Lassen sich die Verursacher bestimmen, diese künftig meiden.

Das Bild zeigt wie jamand sein Ernährungstagebuch führt.

Den Auslösern auf der Spur

Grundsätzlich empfiehlt sich eine fettarme, mediterrane Kost mit beispielsweise Fisch sowie ballaststoffreichen Volkornprodukten, Obst und Gemüse. Besser mehrere kleine Mahlzeiten als wenige üppige einnehmen. Und: Nicht zu spät abends essen.

Auch Kaugummi kann Beschwerden lindern, aber bitte zuckerfrei. Das Kauen verstärkt den Speichelfluss, die Spucke ist alkalisch und kann helfen, Magensäure zu neutralisieren.

Sportliche Aktivität

Allzweckmittel für die Gesundheit ist Bewegung. Vor allem Übergewichtige neigen verstärkt zu Sodbrennen. Regelmäßiger Sport erleichtert die Gewichtsabnahme, regt die Verdauung an und kann durch die insgesamt gesteigerte Muskelaktivität auch den Verschluss der Speiseröhre zum Magen zumindest verbessern.

Stand: 11.12.2018, 10:50