Schlaganfall: Das sind die Risikofaktoren

Nahaufnahme: Bei einer Patientin wird der Blutdruck gemessen

Schlaganfall: Das sind die Risikofaktoren

Obwohl es oft so scheint: Aus heiterem Himmel kommt der Schlaganfall nicht. Es gibt viele Risikofaktoren - angeborene und solche, die man vielleicht wieder korrigieren kann.

Neben dem Alter und genetischer Disposition, die wir nicht beeinflussen können, gibt es wichtige Faktoren, die man selbst steuern kann.

  • Bluthochdruck: Ab einem ständig erhöhten Druck von systolisch 140 mmHg1 und/oder diastolisch 90 mmHg spricht man von Bluthochdruck, umgangssprachlich: ein Wert von 140 / 90. Normal ist ein Wert von 120 / 80. Liegt der Blutdruck dauerhaft höher, ist die Gefahr einen Schlaganfall zu bekommen, sechs bis acht Mal höher. Denn der zu hohe Blutdruck schädigt die Wände der Gefäße und beschleunigt so die Gefäßverkalkung. Und das wiederum erhöht die Gefahr, dass es zu einem Verschluss der Gefäße im Gehirn oder zu einer Blutung kommt – beides wäre ein Schlaganfall.
  • Übergewicht: Ausschlaggebend sind nicht die Kilos allein, sondern das Verhältnis von Gewicht und Körpergröße, der so genannte Body Mass Index, kurz BMI. Er errechnet sich aus dem Körpergewicht, geteilt durch die Körpergröße im Quadrat. Ab einem BMI von 25 spricht man von Übergewicht, das wiederum das Risiko für einen Schlaganfall um das Doppelte bis Dreifache erhöht.
  • Bauchumfang: Aber nicht nur wie viel, sondern auch wo das Fett sitzt, spielt eine Rolle. Gefährdet sind vor allem Menschen, die das Fett am Bauch haben. Denn die Fettzellen am Bauch geben vermehrt Fettsäure ins Blut ab und unterstützen so die schädlichen Ablagerungen an den Gefäßwänden, die dann zum Schlaganfall führen. Bei Frauen: Das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist ab einem Bauchumfang von 80 cm und mehr erhöht. Ein deutlich erhöhtes Risiko besteht ab 88 cm. Bei Männern: Ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen liegt ab einem Bauchumfang von 94 cm und mehr vor. Deutlich erhöht ist das Risiko ab 102 cm.
  • Rauchen erhöht das Schlaganfallrisiko um das Zwei- bis Vierfache. Denn in Zigaretten sind Stoffe enthalten, die zusätzlich die Gefäße verengen und die Bildung von Blutgerinnseln fördern. So ein Gerinnsel kann ein verengtes Blutgefäß verstopfen und dann zu einem Schlaganfall führen.

Weitere Risikofaktoren: Diabetes, hoher Alkoholkonsum, zu hohe Cholesterinwerte, Herz-Kreislaufstörungen wie Herz-Rhythmus-Störungen und Vorhofflimmern.

Stand: 24.10.2017, 09:33