Schlaganfall: Das sind die Risikofaktoren

Nahaufnahme: Bei einer Patientin wird der Blutdruck gemessen

Schlaganfall: Das sind die Risikofaktoren

  • Welche Faktoren man beeinflussen kann
  • Gewicht, Bauchumfang und Blutdruck beobachten
  • Stress, Rauchen und Alkohol am besten meiden

Neben dem Alter und genetischer Disposition gibt es wichtige Faktoren, die man selbst steuern kann, um das Schlaganfall-Risiko zu senken.

Stress

Stress im Alltag ist grundsätzlich kein erhöhtes Risiko für einen Schlaganfall. Wird er jedoch zum Dauerzustand, kann es gefährlich werden. Denn Dauerstress ist nicht nur ungesund fürs Herz, er erhöht auch die Gefahr für einen Schlaganfall. Grund dafür sind hormonelle Prozesse im Körper - und veränderte Verhaltensweisen: Man isst anders, bewegt sich anders und schläft anders. Daraus können Bluthochdruck und Übergewicht resultieren - weitere Risikofaktoren für den Schlaganfall.

Bluthochdruck

Ab einem ständig erhöhten Druck von systolisch 140 mmHg und/oder diastolisch 90 mmHg spricht man von Bluthochdruck, umgangssprachlich: ein Wert von 140 / 90. Normal ist ein Wert von 120 / 80. Liegt der Blutdruck dauerhaft höher, ist die Gefahr einen Schlaganfall zu bekommen, sechs bis acht Mal höher.

Denn der zu hohe Blutdruck schädigt die Wände der Gefäße und beschleunigt so die Gefäßverkalkung. Und das wiederum erhöht die Gefahr, dass es zu einem Verschluss der Gefäße im Gehirn oder zu einer Blutung kommt – beides wäre ein Schlaganfall.

Übergewicht

Ausschlaggebend sind nicht die Kilos allein, sondern das Verhältnis von Gewicht und Körpergröße, der so genannte Body Mass Index, kurz BMI. Er errechnet sich aus dem Körpergewicht, geteilt durch die Körpergröße im Quadrat. Ab einem BMI von 25 spricht man von Übergewicht, das wiederum das Risiko für einen Schlaganfall um das Doppelte bis Dreifache erhöht.

Bauchumfang

Aber nicht nur wie viel, sondern auch wo das Fett sitzt, spielt eine Rolle. Gefährdet sind vor allem Menschen, die das Fett am Bauch haben. Denn die Fettzellen am Bauch geben vermehrt Fettsäure ins Blut ab und unterstützen so die schädlichen Ablagerungen an den Gefäßwänden, die dann zum Schlaganfall führen.

  • Bei Frauen: Das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist ab einem Bauchumfang von 80 cm und mehr erhöht. Ein deutlich erhöhtes Risiko besteht ab 88 cm.
  • Bei Männern: Ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen liegt ab einem Bauchumfang von 94 cm und mehr vor. Deutlich erhöht ist das Risiko ab 102 cm.

Rauchen

Rauchen erhöht das Schlaganfallrisiko um das Zwei- bis Vierfache. Denn in Zigaretten sind Stoffe enthalten, die zusätzlich die Gefäße verengen und die Bildung von Blutgerinnseln fördern. So ein Gerinnsel kann ein verengtes Blutgefäß verstopfen und dann zu einem Schlaganfall führen.

Weitere Risikofaktoren: Diabetes, hoher Alkoholkonsum, zu hohe Cholesterinwerte, Herz-Kreislaufstörungen wie Herz-Rhythmus-Störungen und Vorhofflimmern.

Reha nach einem Schlaganfall Servicezeit 06.01.2020 05:07 Min. UT Verfügbar bis 06.01.2021 WDR

Stand: 06.01.2020, 13:51