Morbus Menière

Morbus Menière Doc Esser - Der Gesundheitscheck 16.10.2019 04:09 Min. UT Verfügbar bis 16.10.2020 WDR

Morbus Menière

Vor allem Menschen im mittleren Lebensalter betrifft die Menière-Krankheit. Hierbei kommt es vermutlich durch eine Flüssigkeitszunahme und einen Überdruck im Innenohr zu heftigen Schwindelattacken, Ohrgeräuschen und Hörminderung.

Häufig sind die Schwindelanfälle so plötzlich und so stark, dass sich die Betroffenen nicht mehr auf den Beinen halten können, die so genannte Drop-Attack.

Da die genaue Ursache der Menière-Krankheit nicht bekannt ist, gibt es bislang keine Heilung. Betroffene müssen lernen, mit der Erkrankung zu leben und durch einen gesunden Lebensstil mit Gleichgewichtstraining, Bewegung und Entspannung die Anfallshäufigkeit zu reduzieren. Um der akuten Schwindelattacke begegnen zu können, empfiehlt es sich, Arzneimittel gegen Übelkeit und zur Entspannung mit sich zu führen.

Besonders wichtig zu wissen für Menière-Patienten und ihre Angehörigen: Die Angst vor erneuten Schwindelattacken kann selbst zu Schwindelattacken führen, die keine organische Ursache haben. Fachleute sprechen dann von funktionalem Schwindel. Dies kann zu einem wahren Teufelskreis führen, der für Betroffene in Vermeidungsverhalten bis hin zum völligen sozialen Rückzug münden kann. Hier gilt es durch beständige Konfrontation mit den Angst verursachenden Situationen, die Angst und damit den funktionalen Schwindel zu überwinden.

Stand: 15.10.2019, 17:00