Überwintern im Süden

Sonnenuntergang auf den Kanarischen Inseln

Überwintern im Süden

Tausende Rentner verbringen einen großen Teil des Winters im Süden, etwa auf den Kanaren oder Mallorca. Ein Genuss, den man aber gut vorbereiten sollte.

Überwintern im Süden

WDR 4 Mittendrin - In unserem Alter | 13.01.2018 | 14:36 Min.

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Ein Traum wird wahr

Für viele Ruheständler ist das zeitweise Leben im Süden die Erfüllung eines Traums. Gisela und Norbert Wichert zum Beispiel tauschen jeden Winter für mehrere Monate ihr Haus im Ruhrgebiet mit einer Wohnung auf Mallorca.

Beide sagen, sie fühlten sich sehr wohl auf der Insel und vermissten nichts: "Wir kommen immer gerne hierhin, das ist wie nach Hause kommen ... Man kennt mittlerweile so viele Leute, auch Spanier, und es ist einfach toll."

Auch für relativ wenig Geld machbar

Für einen Langzeiturlaub in wärmeren Gegenden braucht man keinen Lottogewinn. Dort ist der Winter Nebensaison, entsprechend niedrig sind die Preise. Oft liegen die Lebenshaltungskosten unter denen in Deutschland.

Viele Reiseveranstalter haben in ihren Hotels spezielle Angebote für Langzeiturlauber. Günstiger und wohnlicher sind auf Dauer aber meist Ferienhäuser oder privat vermietete Wohnungen.

Vorausschauend organisieren

Bei aller Vorfreude sollte aber auch die Planung nicht zu kurz kommen – für einen mehrmonatigen Aufenthalt im Ausland gibt es einiges zu beachten:

  • Krankenversicherung: Für die Überwinterung im Süden empfiehlt sich eine Auslandskrankenversicherung. Sie deckt viele Kosten ab, die die heimische Krankenkasse nicht übernimmt, etwa im Notfall einen Krankentransport in die Heimat.
  • Medikamente: Nicht jedes Medikament bekommt man überall in Europa. Besonders chronisch Kranke sollten daher abklären, ob und wie ihre Medikamente im Zielland erhältlich sind, und einen möglichst großen Vorrat mitnehmen.
  • Zahlungsmittel: EC- oder Kreditkarten können verloren gehen oder funktionieren plötzlich nicht mehr. Eine neue Karte zu beantragen kann dann sehr lange dauern; manche Anbieter versenden auch generell nicht ins Ausland. Deshalb empfiehlt es sich, immer mehrere Geldkarten mitzunehmen. Vorher sollte man auch das tägliche Abhebelimit überprüfen und eventuell erhöhen lassen, und auf möglichst niedrige Abhebegebühren achten.
  • Auto: Wer mit dem eigenen Wagen fährt, sollte dafür sorgen, dass dieser noch lange genug TÜV hat. Den kann man nämlich im Ausland nicht erneuern, warnt Sprecher Peter Meintz vom ADAC. Verursacht man mit abgelaufenem TÜV einen Unfall, bei dem technische Mängel eine Rolle spielen, riskiert man seinen Versicherungsschutz.

Stand: 12.01.2018, 11:00