Mittel gegen den Herbstblues

Mittel gegen den Herbstblues Servicezeit 26.10.2020 07:16 Min. UT Verfügbar bis 26.10.2021 WDR Von Freudenberger, Sylvia

Mittel gegen den Herbstblues

Von Sylvia Freudenberger

Der Herbstblues ist keine Einbildung, aus medizinischer Sicht wird er eingestuft als saisonal abhängige emotionale Störung. Der Körper schüttet mehr vom "Schlafhormon" Melatonin aus und weniger vom "Glückshormon" Serotonin. Wie man schon mit der richtigen Ernährung dem Herbstblues entgegenwirkt, weiß Ärztin Aylin Urmersbach.

Was ist der Herbstblue

Der Herbstblues ist keine Einbildung, aus medizinischer Sicht wird er als sogenannte Seasonal Affective Disorder (SAD) eingestuft – als saisonal abhängige emotionale Störung.

Welche Symptome gibt es

Die schlappen Tage erkennt man, wenn man bei sich oder seinen Mitmenschen u.a. folgende Symptome feststellt und ernsthafte Krankheiten ausgeschlossen werden können. Dazu gehören:

  • Lustlosigkeit
  • Heißhunger auf Süßigkeiten
  • Häufige Stimmungsschwankungen
  • Zunehmende Antriebslosigkeit
  • Negative Sichtweise und Haltung

Wie den Herbstblues überwinden

  1. Spazieren gehen: Mediziner raten, täglich mindestens 30 Minuten spazieren zu gehen. Das Licht aktiviert die Hormonproduktion und die Bewegung setzt zusätzlich Glückshormone frei. Und das wirkt auch bei bedecktem Himmel. Selbst das wenige Licht, was durch die Wolkendecke durchkommt ist besser als im Innenraum und hebt die Laune.
  2. Genug Schlaf: Der Körper braucht Erholung und ausreichend Schlaf. Im Winter ist das Schlafbedürfnis höher und dem kann man auch mal Nachgeben und früher ins Bett gehen als im Sommer.
  3. Musik als Medizin: Die Lieblingsmusik ist ein echter Stimmungsmacher, sie beruhigt – weil sie Stress reduziert und belebt – weil Glückshormone produziert werden.
  4. Wechselduschen: Zum Energie tanken sind Wechselduschen ideal. Sie bringen den Kreislauf in Schwung und reduzieren Stress.
  5. Ausgewogene und nährstoffreiche Ernährung: Frisches Obst, Gemüse, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und Nüsse stärken unsere Abwehrkräfte und das Nervenkostüm.

Quinoa-Safran-Porridge

Zutaten für 4 Personen

  • 300 g Quinoa
  • 600 ml Milch
  • 1 Prise Tafelsalz mit Meersalz
  • 1 Bourbon Vanilleschote
  • 5 EL brauner Zucker
  • 1 Dose Safran gemahlen
  • 1 Orange
  • 400 g Himbeeren
  • 300 g griechischer Joghurt, 10 % Fett
  • 30 g gehackte Pistazien

Zubereitung

Die Vanilleschote längs aufschneiden und das Mark mit einem kleinen Messer herauskratzen. Vanillemark, Milch, eine Prise Salz, 3 EL braunen Zucker und Safran aufkochen. Dabei ab und zu mit einem Schneebesen umrühren, damit nichts am Topfboden anbrennt. Die Quinoa in ein Sieb geben und mit heißem Wasser gründlich abspülen.

Die Quinoa zufügen und circa 20-22 Minuten bei niedriger bis mittlere Hitze köcheln lassen, dabei ab und zu umrühren. Quinoa von der Kochplatte ziehen und ca. 5 Minuten im geschlossenen Topf quellen lassen. Anschließend im kalten Wasserbad abkühlen lassen.

Inzwischen die Orange auspressen. Die Hälfte der Himbeeren (200 g) mit Orangensaft und dem restlichen braunen Zucker pürieren. Den griechischen Joghurt unter den abgekühlten Porridge heben.

Quinoa-Porridge auf vier Schälchen verteilen. Mit Himbeeren und Himbeersauce anrichten und mit Pistazien bestreuen.

Anstelle der Quinoa passen auch Haferflocken, Hirse oder Buchweizen sehr gut.  Die Früchte können auch variieren: Heidelbeeren, Erdbeeren oder Pfirsiche sind Alternativen.

Stand: 26.10.2020, 12:00