Mind-Body-Medizin

Das Bild zeigt eine Klangschale auf einem Kissen.

Mind-Body-Medizin

Die Mind-Body-Medizin (MBM) kann sowohl unterstützend bei der Schulmedizin als auch bei der Naturheilkunde eingesetzt werden und dient dem Ausgleich ungünstiger Lebensstilfaktoren. MBM berücksichtigt das Zusammenspiel von Psyche (Mind), Körper (Body) und Verhalten.

Patienten sollen lernen, innerlich ruhiger zu werden und für sie schädliche Verhaltensweisen zu vermeiden. Unter ärztlicher Aufsicht werden verschiedene Methoden der Spannungsregulation eingesetzt. Dazu gehört neben der Ordnungstherapie, Yoga, Meditation und Qigong (meditative Atem- und Bewegungsübungen), die Förderung von Achtsamkeit im Umgang mit dem eigenen Körper.

Begründer der MBM ist der Kardiologe Herbert Benson, ehemals Direktor des Benson-Henry Institute for Mind Body Medicine an der Harvard Medical School in Boston. Während das Verfahren in den USA weit verbreitet ist, ist es in Deutschland noch weniger bekannt. Studien konnten bereits positive Effekte bei koronarer Herzkrankheit, Kopfschmerzen, Bluthochdruck, Rückenschmerzen und der Vor-/Nachbereitung von Operationen nachweisen. Die Mind-Body-Medizin setzt bei der Selbstregulierung an und wirkt deshalb zeitverzögert, erfordert Geduld und Disziplin. Zunehmend erkennen Krankenkassen die Wirksamkeit dieser Methode an und übernehmen die Kosten der Behandlung.

Stand: 25.09.2019, 21:00