Lagerungsschwindel – zumeist harmlos aber lästig

Lagerungsschwindel – zumeist harmlos aber lästig Doc Esser - Der Gesundheitscheck 16.10.2019 03:44 Min. UT Verfügbar bis 16.10.2020 WDR

Lagerungsschwindel – zumeist harmlos aber lästig

Die mit Abstand häufigste Schwindelform ist der gutartige Lagerungsschwindel. Er betrifft etwa 2 Prozent der Bevölkerung. Hierbei geraten winzige Ohrkristalle in die Bogengänge des Gleichgewichtsorgans und lösen dort durch Reizung der Sinneszellen zum Teil sehr heftige Schwindelanfälle aus.

Oft ist der Lagerungsschwindel von Übelkeit und Erbrechen begleitet. Die Anfälle dauern mehrere Sekunden bis wenige Minuten und werden durch Drehbewegungen des Kopfes z.B. beim morgendlichen Aufstehen oder beim Autofahren ausgelöst. Als Ursache werden Alterungsprozesse aber auch Stöße gegen den Kopf vermutet.

So heftig sich der Lagerungsschwindel äußerst, so einfach ist er behandelbar. Mit einem einfachen Lagerungsmanöver – der Patient wird vom Arzt auf einer Liege sitzend schwungvoll in eine Seitenlage gebracht – wird die Krankheit diagnostiziert. Bestätigt sich der Verdacht, ist die Diagnosemethode auch zugleich die Therapie: Gezieltes und schwungvolles zur Seite kippen aus dem Kantensitz in Seitenlage schleudert die Ohrkristalle wieder aus dem Bogengang heraus und der Schwindel hat ein Ende. Wichtig: nur auf einen gepolsterten Untergrund wie Behandlungsliege oder Sofa durchführen.

Stand: 15.10.2019, 17:00