Zähne wie Kreide

Ein Kind putzt sich die Zähne

Zähne wie Kreide

Von Nicole Albers

  • Kreidezähne bei Kindern nehmen zu
  • Zähne werden bereits im Wachstum schadhaft
  • Ursachen noch weitgehend unbekannt

Kreidezahn trotz guter Zahnpflege

Bei der MIH (Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation) wird bereits von einer Volkskrankheit gesprochen, denn bei den 12-Jährigen soll jedes dritte Kind betroffen sein. Eltern reagieren zumeist mit Unverständnis, wenn der Zahnarzt beim Kind Kreidezähne diagnostiziert. Auch wenn noch nicht hundertprozentig klar ist, worin die Ursache liegt, steht doch so gut wie sicher fest: an mangelnder Pflege liegt es nicht.

Weichmacher gelten als wahrscheinliche Hauptursache

Bei MIH fehlt es dem Zahnschmelz an Mineralien. Experten vermuten, dass Bisphenol A dafür verantwortlich ist. Diese Weichmacher aus Kunststoffen werden mit der Nahrung aufgenommen. Möglicherweise spielen auch Probleme in der Schwangerschaft eine Rolle, wie etwa Infektionskrankheiten, Windpocken oder Antibiotikagaben.

Betroffen sind zumeist Backenzähne

Die gute Nachricht: betroffen sind zumeist nur die Backenzähne. Diese kann der Zahnarzt versiegeln und füllen. Ist der Zahn sehr ramponiert, hilft nur eine Krone. Sobald sich die Weisheitszähne ankündigen, kann der Arzt den befallenen Zahn dann notfalls ziehen.

Kreidezähne bei Kindern - neue Volkskrankheit?

WDR 2 Servicezeit | 06.06.2018 | 03:06 Min.

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Regelmäßige Vorsorge hilft MIH aufzuhalten

Vorbeugen kann man MIH nicht, da sich diese Erkrankung häufig schon vor der Geburt entwickelt. Allerdings sorgt eine regelmäßige Vorsorge dafür, dass der Arzt frühzeitig darauf aufmerksam werden und entsprechend handeln kann. Außerdem empfehlen Experten, dass Kinder ihre Zähne mit fluoridhaltiger Zahnpasta putzen.

Stand: 06.06.2018, 14:00