Warum uns am Morgen danach der Kater heimsucht

Katerkost Doc Esser - Der Gesundheitscheck 26.02.2020 05:31 Min. UT Verfügbar bis 26.02.2021 WDR Von Dina Dada

Warum uns am Morgen danach der Kater heimsucht

Von Caroline Link

Ein fieser Kater – wer kennt den nicht? Nach dem Genuss alkoholischer Getränke ist unser Körper oftmals ganz schön gerädert. Leber, Nieren und Magen danken uns eine durchzechte Nacht nur wenig. Der Körper ist vom Alkohol übersäuert, dehydriert und rächt sich entsprechend. Anlass genug für eine Kur von innen. Und das geht am besten mit der richtigen Ernährung.

Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit – keine ungewöhnlichen Reaktionen des Körpers auf übermäßigen Alkoholgenuss. Denn während der Körper den Alkohol verarbeitet, entstehen einerseits giftige Abbauprodukte, andererseits bringt auch der Alkohol selbst wichtige Körperfunktionen gehörig durcheinander.

Normalerweise sorgt das Zusammenspiel aus Sensoren und dem Botenstoff Vasopressin dafür, dass der Wasserhaushalt des Körpers im Gleichgewicht bleibt. Alkohol jedoch hemmt die Ausschüttung von Vasopressin und sorgt dafür, dass die Nieren unkontrolliert Urin produzieren. Unser Körper verliert dadurch viermal mehr Wasser, als er zu sich nimmt. Außerdem verliert er auf diese Weise Elektrolyte wie Kalium, Natrium, Magnesium und Kalzium.

Unsere Leber ist dafür zuständig, das Gehirn vom Alkohol zu befreien. Dafür braucht auch sie Wasser und nimmt es sich mangels anderer Reserven unter anderem aus dem Hirn selbst. Das Volumen des Gehirns nimmt dadurch ab, es schrumpft und zieht an den Hirnhäuten. Die Folge: Pochender Kopfschmerz, der uns gut und gerne über den ganzen Folgetag begleiten kann.

Hilfreich ist es daher, zwischen den alkoholischen Getränken auch immer mal wieder ein Glas Wasser zu trinken. So unterstützt man den Körper und verringert das Risiko einer Dehydration. Hat man es jedoch übertrieben, kann die richtige Ernährung am nächsten Tag den Kater lindern.

Stand: 26.02.2020, 12:00