Was tun gegen die "Karnevalsgrippe"?

Eine Frau mit pinkem Hut putzt sich die Nase

Was tun gegen die "Karnevalsgrippe"?

Von Jessica Sturmberg

  • Eigenes Bierglas, nicht bütze und engen Körperkontakt meiden
  • Keine vorbeugende Wirkung von Vitaminpräparaten nachgewiesen
  • Unbedingt ausruhen, wer angeschlagen ist

Der einzige wirklich wirksame Schutz vor den Viren ist das Meiden von Menschenmengen und engem Körperkontakt, nicht bütze und nicht aus derselben Flasche oder demselben Glas zu trinken.

Wirkungen, die die Schulmedizin nicht erklären kann

Die vorbeugende Wirkung von Präparaten, die das Immunsystem stärken sollen, etwa Lutsch- oder Brausetabletten, ist schulmedizinisch nicht nachgewiesen. Helfen könnte dabei allerdings der Placebo-Effekt.

Wer sich generell gesund ernährt, viel Obst und Gemüse isst, sollte zudem eine ausreichende Vitaminversorgung haben und braucht keine zusätzlichen Präparate. Ein gutes Immunsystem hilft grundsätzlich dabei gesund zu bleiben, aber auch, schneller wieder gesund zu werden.

Wen es erwischt hat, der sollte seinem Körper eine Partypause gönnen. Ausruhen und nicht anstrengen ist dann das Gebot. Das ist medizinisch soweit unstrittig.

Grippe vom Karneval feiern

WDR 2 Servicezeit | 05.02.2018 | 02:54 Min.

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Trinken ja, aber auch nicht zu viel

Strittig ist dagegen, welche Mittel bei Erkältungen und grippalen Infekten helfen: kurzfristig Nasenspray – aber bitte nicht zu lang, damit die Schleimhäute nicht austrocknen. Trinken ja, aber nicht übermäßig. Die meisten Menschen trinken ohnehin zu wenig, darum ist mehr fast immer besser; aber man muss das Wasser oder den Tee nicht in sich reinschütten. Außerdem hilft Honig gegen Husten, Thymian und Sonnenhut gelten bei Infekten auch als wirksam.

Auch eine positive Einstellung ist hilfreich: Wer sich die gute Laune bewahrt, kommt besser durch die Erkältungszeit.

Stand: 05.02.2018, 17:15