Hundebesitzer als Impfverweigerer

Hund auf einer Wiese mit blühenden Pflanzen

Hundebesitzer als Impfverweigerer

Von Michael Westerhoff

  • Krankheit endet meistens mit qualvollem Tod des Hundes
  • Viele Wildtiere wie Füchse und Marder sind vom Staupe-Virus befallen
  • Impfungen sollten alle drei Jahre aufgefrischt werden

Die Staupe bereitet Hunden oft einen qualvollen Tod. Infizierte Tiere können unter Dauer-Durchfall und Dauer-Erbrechen leiden, bei anderen greift die Virusinfektion die Atemwege an. Bis in die 1980er-Jahre war die Krankheit die Todesursache Nummer 1 bei Hunden, zwischenzeitlich galt die Staupe jedoch als ausgerottet.

Staupe aus Osteuropa eingeschleppt

Seit etwa zehn Jahren breitet sich die Staupe jedoch wieder aus. Das liegt an infizierten Hunden, die beispielsweise aus dem Urlaub nach Deutschland geholt werden. Ein zweiter Grund: Von Osteuropa aus ist das Virus durch Wildtiere wieder zu uns eingeschleppt worden. Viele Füchse und Marder in unseren Wäldern tragen das Virus in sich.

Staupe ist eine Virusinfektion

Hund impfen

Die Ansteckung erfolgt über Tröpfchen, auch über Ausscheidungen der Tiere. Von Hund zu Hund, aber auch von Wildtieren auf Hunde. Da Füchse mittlerweile auch in der Nähe von Wohnsiedlungen zuhause sind, sind nicht nur Waldspaziergänge für Hunde gefährlich.

Impfmüdigkeit führt zu Ausbreitung

Geimpfte Hunde sind nicht gefährdet. Veterinäre beobachten aber bei Tierbesitzern eine Impfmüdigkeit. Viele Herrchen und Frauchen verzichten aufs Impfen, weil sie Angst haben, dass ihre Tiere durch die Impfung krank werden. Dadurch kann sich das Virus wieder unter Hunden ausbreiten.

Impfung gegen Staupe möglich

Tierärzte bieten eine Dreier-Impfung gegen Hepatitis, Staupe und Parvovirose an. Kleine Hunde sollten in der ersten Lebenswoche geimpft werden, danach folgen alle drei Jahre Auffrischungen.

Staupe breitet sich aus

WDR 2 Servicezeit | 17.04.2018 | 03:00 Min.

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Stand: 17.04.2018, 08:41