Hüftdefekte

3D-Bild eines schmerzenden Hüftgelenks.

Hüftdefekte

Schmerzen in der Hüfte können neben dem Gelenkverschleiß noch weitere Ursachen haben.

Hüftimpingement

Gerade bei jungen Erwachsenen kann eine ungenaue Passform von Hüftkopf und Hüftpfanne der Grund für Beschwerden sein. Wenn die beiden Gelenkteile nicht genau ineinanderpassen, etwa aufgrund einer knöchernen Fehlbildung, kann der Oberschenkel an den Rand der Hüftpfanne anschlagen.

Ursächlich für ein Hüftimpingement kann die genetische Veranlagung sein, aber auch  Entwicklungsstörungen und Verletzungen. In Kombination mit intensiver (sportlicher) Belastung kann dann auch das Hüftimpingement den Verschleiß des Gelenks erhöhen. Durch das wiederholte Anschlagen des Knochens wird der Knorpel des Hüftgelenks stärker belastet und abgenutzt. Außerdem kann es zur Bildung von Knochenanbauten (Osteophyten) kommen. Das Impignement ist also die Frühphase einer Hüftgelenksarthrose. . 

Anzeichen für ein Hüftimpingement können tiefsitzende Schmerzen in der Leistengegend sein. Diese treten bei vielen Betroffenen beim Sport oder nach längerem Sitzen – beispielsweise am Arbeitsplatz oder im Auto – auf.  Auch eine eingeschränkte Beweglichkeit kann ein Warnzeichen sein.

Bei vielen Menschen bereitet aber das Impingement lange keine Beschwerden. Sportler, die ihre Gelenke stärker als andere Menschen beanspruchen, bemerken das Auftreten von Bewegungseinschränkungen der Hüfte oder Schmerzen durch ein Impingement meist früher.

Hüftdysplasie

Die Hüftdysplasie ist eine angeborene oder erworbene Fehlbildung der Hüftpfanne, die unerkannt zu frühzeitigem Gelenkverschleiß führen kann. Betroffen hiervon können sowohl nur eine als auch beide Seiten sein. Die Folge der Fehlbildung: der Hüftkopf des Oberschenkels sitzt nicht stabil in der Hüftgelenkpfanne. Das erhöht nicht nur das Risiko für eine frühzeitige Arthrose. Im schlimmsten Fall kann es sogar dazu führen, dass der Kopf des Oberschenkelknochens aus der Gelenkpfanne springt. Wenn das passiert spricht man von einer Hüftluxation.

In Deutschland sind von 100 Neugeborenen zwei bis drei von einer Hüftdysplasie betroffen. Mittlerweile werden Babys im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung U2, spätestens aber bei der U3, gezielt mittels Ultraschall daraufhin untersucht. Denn bei der Hüftdysplasie gilt: früh erkannt, kann sie in den meisten Fällen gut behandelt werden.

Stand: 26.03.2021, 10:00