Herzkrankheiten: Erkennen und vorbeugen

Herzkrankheiten: Erkennen und vorbeugen

  • Häufige Symptome für den Herzinfarkt
  • 100.000 Fälle von plötzlichem Herztod im Jahr
  • Einfache Tipps zur Erstversorgung

Wenn das Herz aus dem Takt gerät, wird's gefährlich. Um keine Zeit zu verlieren, ist es wichtig, die Symptome für einen Herzinfarkt frühzeitig zu erkennen.

Die häufigsten Symptome für einen Herzinfarkt

  • Starke Schmerzen im Herzbereich, Brustkorb oder Oberbauch oder auch in den Armen, Rücken und im Hals- und Kieferbereich
  • Bei Frauen können Übelkeit und Erbrechen, aber auch Schmerzen im Nacken oder in der Schulter auf einen Herzinfarkt hindeuten
  • Enge-Gefühl in der Brust
  • Angstschweiß mit kalter, fahler Haut und Schweißausbrüche

Allerdings: Diese Symptome können, müssen aber nichts mit dem Herzen zu tun haben. Hinter ihnen können sich auch ganz andere, manchmal vergleichsweise harmlose Erkrankungen verbergen. Dennoch: Man sollte diese Beschwerden nicht unterschätzen.

Wie kommt es zum plötzlichen Herztod?

Mit etwa 100.000 Fällen pro Jahr gehört der plötzliche Herztod zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland. Meist ist die Ursache die Bildung von Engstellen oder Verschlüssen in den Herzkranzgefäßen, die das Herz mit Blut versorgen.

Aber auch eine Herzmuskelentzündung, eine länger bestehende Herzschwäche, ein überstandener Herzinfarkt oder Medikamente können Ursachen für den plötzlichen Herztod sein.

Kann man Herzkrankheiten grundsätzlich vorbeugen?

Man sollte Übergewicht vermeiden und nicht rauchen. Übermässiger Stress ist ein wichtiger Faktor, der Herzerkrankungen verursachen kann. Und: Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen können helfen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen frühzeitig zu entdecken.

Erste Hilfe: Herzdruckmassage

  • Legen Sie Ihre Hände übereinander, der Handballen der unteren Hand muss in Höhe der Mitte des Brustbeins aufsetzen
  • Drücken Sie mit der Kraft Ihres ganzen Oberkörpers und ausgestreckten Armen in schneller Reihenfolge (circa zwei Mal pro Sekunde) den Brustkorb tief durch
  • 30 Druckmassagen werden mit zwei Beatmungen kombiniert

Erste Hilfe: Richtig Beatmen

Nach 30 Herzdruckmassagen wird zweimal beatmet. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten:

  • Mund-zu-Mund-Beatmung: Neigen Sie den Kopf des Bewusstlosen vorsichtig nach hinten, heben Sie gleichzeitig das Kinn an und ziehen es vor, um die Atemwege zu öffnen. Halten Sie die Nase zu. Atmen Sie mit geöffnetem Mund normal ein und beatmen Sie dann den Betroffenen. Kontrollieren Sie dabei, ob sich der Brustkorb hebt. Dann wieder 30 Herzdruckmassagen und zwei Beatmungen. Machen Sie so lange weiter, bis der Krankenwagen eintrifft oder ein Defibrillator zur Verfügung steht.
  • Mund-zu-Nase-Beatmung: den Mund zuhalten und den Betroffenen in die Nase beatmen.

Stand: 09.03.2018, 12:28