Brauche ich eine Grippeimpfung?

Brauche ich eine Grippeimpfung?

Von Jonas Lugibihl

  • Grippeimpfung für Menschen ab 60, Schwangere und chronisch Kranke
  • Ab diesem Jahr ist der Vierfach-Impfstoff verpflichtend
  • Oktober und November ist der beste Zeitpunkt

Der Herbst ist die beste Zeit für eine Grippeschutzimpfung. Damit lässt sich das Risiko verringern, an der Grippe zu erkranken. Für wen ist diese Impfung sinnvoll? Wie wirksam ist sie und wann ist der beste Zeitpunkt? Wir haben die Antworten auf die häufigsten Fragen zur Grippeimpfung.

Doc Esser zu Grippeschutzimpfung: Viele Mythen und Falschmeldungen im Netz

WDR 2 | 26.10.2018 | 02:27 Min.

Download

Wer sollte sich gegen Grippe impfen lassen?

Die Ständige Impfkomission am Robert-Koch-Institut empfiehlt eine Grippeimpfung besonders Personen ab 60 Jahren, Schwangeren, Bewohnern von Alters- und Pflegeheimen sowie Personen mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung aufgrund eines Grundleidens. Auch Menschen, die im selben Haushalt mit sogenannten Risikopersonen leben oder diese betreuen, sollten sich impfen lassen. Unter Risikopersonen fallen diejenigen, bei denen aufgrund von Grundkrankheiten eine Grippeimpfung deutlich weniger wirksam ist.

Auch Personen, die aufgrund ihres Berufs höherer Gefährdung ausgesetzt sind (z.B. medizinisches Personal) oder mit vielen Menschen in Kontakt kommen, wird eine Grippeimpfung empfohlen.

Wer sollte sich gegen Grippe impfen lassen?

WDR 2 | 26.10.2018 | 02:39 Min.

Download

Wie wirksam ist die Grippeimpfung?

Die Schutzwirkung der Grippeimpfung ist deutlich geringer als bei anderen Impfungen. Denn: Grippeviren verändern sich ständig. Für jede Grippesaison wird deshalb ein neuer Impfstoff entwickelt. Wie sehr dieser dann die im Winter zirkulierenden Viren abdeckt, ist von Saison zu Saison sehr unterschiedlich. Bei einer hohen Abdeckung kann bei jungen Erwachsenen die Schutzwirkung bis zu 80% liegen. Ältere Menschen können ihr Erkrankungsrisiko durch eine Impfung in etwa halbieren.

Seit diesem Jahr sind die Krankenkassen zudem dazu verpflichtet, den wirkungsvolleren Vierfach-Impfstoff zu verwenden. Dieser deckt jeweils zwei Typen des Influenza-A- und Influenza-B-Virus ab. Bislang war nur der Dreifach-Impfstoff verpflichtend, der nur eine von zwei Influenza-B-Typen abdeckte.

Wann sollte man sich impfen lassen?

Das Robert-Koch-Institut empfiehlt eine Impfung im Oktober oder November. Bis zu 10 bis 14 Tage dauert es, bis der Impfstoff vollständig aufgebaut ist. So ist man rechtzeitig auf die Grippewelle eingestellt, die meist um den Jahreswechsel beginnt.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Normalerweise verträgt der Körper die Grippeimpfung ohne größere Probleme. An der Impfstelle kann es jedoch kurzzeitig zu leichten Schwellungen, Rötungen oder Schmerzen kommen.

Gelegentlich können zudem Symptome einer Erkältung wie Fieber, Kopf- oder Gliederschmerzen auftreten.

Hilft die Grippeimpfung auch gegen eine normale Erkältung?

Nein. Die Grippeimpfung schützt lediglich vor einer Influenza-Erkrankung. Atemwegsinfekte wie eine fieberhafte Erkältung werden nicht durch die Grippeimpfung abgedeckt. Auch wenn die irreführende Bezeichnung "grippaler Effekt" etwas anderes vermuten lässt.

Grippeschutz: Fragen rund um die Impfung

WDR 2 | 26.10.2018 | 03:47 Min.

Download

Stand: 26.10.2018, 00:00