Für immer beste Freunde – Ein Tier fürs Leben: Entscheidung bei Familie Beitlich

Für immer beste Freunde – Ein Tier fürs Leben: Entscheidung bei Familie Beitlich Für immer beste Freunde – Ein Tier fürs Leben 11.09.2020 44:16 Min. UT Verfügbar bis 11.09.2021 WDR

Folge 4

Für immer beste Freunde – Ein Tier fürs Leben: Entscheidung bei Familie Beitlich

Vier Wochen sind vergangen, seit unsere Kandidat*innen sich einen tierischen Gefährten an die Seite geholt haben. Wie hat sich seitdem das Leben von Mensch und Tier verändert? Lisa Kestel, die Moderatorin der WDR-Reihe "Für immer beste Freunde – Ein Tier fürs Leben", kommt zu Besuch und hofft, dass sich hier Freunde fürs Leben gefunden haben. Psychologe Rolf Schmiel und weitere Expert*innen analysieren die Entwicklung der Zwei- und Vierbeiner.

So geht es in Folge 4 weiter:

Bei dem Wuppertaler Michael Pitsch (57) wird es heute richtig sportlich. Noch ahnt er nichts, aber Tiertherapeutin Sabrina hat eine Stunde Esel-Yoga für ihn organisiert. Wie wird der Fitnessmuffel darauf reagieren? Auch Michaels Frau Angelika besucht die Ruhr-Esel heute, um zu erleben, was ihr Michael in seiner Freizeit hier so alles erlebt. Natürlich will sie auch Michaels neue tierische Freundin, Eselstute Lotte, kennenlernen. Wie wird Angelika auf die Esel reagieren?

Farah Beitlich muss eine schwierige Entscheidung treffen. Der einjährige Hund Huba wächst ihr über den Kopf. Deshalb hat sie zusammen mit Moderatorin Lisa Kestel einen Termin beim Tierheim Düsseldorf. Wie wird es mit Huba weitergehen? Und kann die Moderatorin auf dem Hof der Rheinland-Alpakas in Düsseldorf Farahs beiden Töchtern wieder ein Lächeln ins Gesicht zaubern?

Heide-Lore Bieger (78) verwöhnt ihre ungarische Hundeseniorin Bogar, wo es nur geht. Heute backt sie für ihre neue Freundin Hundeplätzchen. Das große Treffen beim Tierrettungsverein der Notpfote e. V. findet heute im Garten der Vorsitzenden Babette Terveer statt. Wie kann sich die ehemalige Musikpromoterin in Zukunft selber für den Tierschutz engagieren?

Für die untergewichtige Auszubildende Lisa-Marie Klugstedt (20) wird es aufregend: Die erste Reitstunde auf dem Ponyhof Tiemann steht an. Danach macht sie gleich einen Reitausflug mit Moderatorin Lisa Kestel. Dabei können die beiden Pferdefreundinnen darüber sprechen, wie die Freundschaft zu Pony Biene Lisa-Maries Leben bereichert. Am abendlichen Lagerfeuer wird sie erfahren, ob sie ihr Pflegepony weiter versorgen darf.

Rezept für Bogars Hundekekse

Zutaten:

  • 500 g Rinderhackfleisch
  • 2 Eier, 750 ml Weizenmehl
  • 250 ml Haferflocken
  • 250 ml Wasser

Rinderhack und Eier durchmengen und beiseite stellen. Dann das Mehl mit den Haferflocken vermengen und in der vorbereiteten Fleischmasse unterheben. Wasser hinzu und unterrühren, bis ein klebriger Teig entsteht und gut durchkneten. Danach etwa 1 cm dich ausrollen und die Plätzchen ausstechen.

Die Kekse werden ca. 1 Stunde bei 180 Grad gebacken. Fertig!

Tierische Fakten:

Alpakas:

  • Alpakas werden wegen ihrer Wolle schon seit 5000 Jahren in den südamerikanischen Anden als Nutztiere gehalten. Heute gibt es insgesamt etwa 4 Millionen Alpakas – vor allem im südlichen Peru.
  • In Deutschland werden mittlerweile etwa 20.000 Alpakas privat gehalten. Sie müssen als besonders soziale Tiere in größeren Herden leben. Ein Alpaka benötigt eine Fläche von mindestens 1000 Quadratmetern. Jeder weitere dann etwa 200 Quadratmeter zusätzlich.
  • Die Alpakas gehören zu den Neuweltkamelen und sind etwas kleiner als ihre Verwandten aus Südamerika, die Lamas. Sie haben die gleichen Vorfahren wie Dromedare und Trampeltiere.
  • Die Wolle der Alpakas gehört neben Seide und Kaschmir zu den weltweit begehrtesten Geweben. In Südamerika nennt man sie auch "Flies der Götter".
  • Da Alpakas im Gegensatz zu Kamelen sehr friedliche und gutmütige Tiere sind, werden sie in Europa in der Therapie von psychisch kranken Menschen eingesetzt. Aber auch als Wachtiere sind sie gut geeignet.

Pferde:

  • Ein Pflegepferd gilt als der erste Schritt zum eigenen Pferd. Es kostet nichts, da man dem Halter viel Arbeit abnimmt. Auf der anderen Seite lernt man bei der Pflege eines Pferdes viel über die Tiere und ihrer Haltung – beim Putzen, Füttern und Stall ausmisten.
  • Bei einer sogenannten Reitbeteiligung geht es mehr um die Ausbildung und Förderung des Pferdes beim Reiten. Dafür sollte man ein*e fortgeschrittene Reiter*in sein und muss sich mit etwa 50 bis 120 Euro an den Kosten der Pferdehaltung beteiligen.

Hunde:

  • Hunde können für einsame Senior*innen eine Bereicherung sein. Sie sind Zuhörer, bieten Gesellschaft und sind dankbare Empfänger von Lieben und Zuneigung. Doch auch die Hunde haben Bedürfnisse, die bedacht werden sollten. Deshalb kann das Projekt „Senioren für Senioren“-Projekt für ältere Menschen in vielen Fällen eine bedenkenswerte Idee sein. Besonders wenn der Bewegungsdrang bei beiden Seiten geringer ausgeprägt ist, sie dabei aber noch weitgehend gesund sind.
  • Die Senior*innen sollten vernünftig abwägen. Hunde müssen mehrmals täglich Gassi gehen. Und der Grundcharakter des Hundes muss zur eigenen Lebenslage passen. Quirlige Terrier sind meist weniger geeignet als kuschelige Pudel oder Malteser. Außerdem sollte vorher geklärt sein, wer den Hund im Krankheitsfalle übernehmen kann – Hundesitter, Pension oder die Familie.

Esel:

  • Esel können nur mit Artgenossen zusammen ein tiergerechtes Leben führen. Als Beistelltier mit Pferden oder Ponys verkümmert ihr so wichtiges Sozialverhalten, weil sie sich als Esel einfach anders ausdrücken als Pferde.
  • Esel sind sehr gesellige Tiere und schließen mit ihren Artgenossen Freundschaften. Sie suchen deren Nähe, pflegen gegenseitig ihr Fell und teilen ihr Futter. Diese besondere Verbindung beruhigt sie auch bei Stress – zum Beispiel, wenn beim Tierarztbesuch ihr Esel-Freund bei ihnen steht.
  • Esel sind sehr effektive Beschützer. Sie kennen wenig Angst und verteidigen ihre Gruppe mit Zähnefletschen, kräftigen Bissen und Tritten auch gegen Raubtiere.

Weiterführende Infos unter:

Das Angebot auf dem "Ruhresel"-Hof in Hattingen reicht von Eselwanderungen, über Esel-Yoga bis hin zu tiergestützten Interventionen.

Das Tierheim in Düsseldorf beherbergt neben Hunden und Katzen auch Vögel und Kleintiere wie Meerschweinchen und Hasen – insgesamt warten hier 315 Tiere auf neue Besitzer*innen.

Hundetrainer Daniel Joeres beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit der Hund-Mensch-Kommunikation.

Der Ponyhof Tiemann in Marl ist ein Reitbetrieb der besonderen Art: Auf Mensch und Tier wird hier individuell eingegangen. Barbara Tiemann hat sich mit ihrem Hof nicht nur einen Lebenstraum erfüllt, sondern auch einen Ort mit Wohlfühlatmosphäre geschaffen.

Der Verein Notpfote Animal Rescue e.V. bietet Interessenten des Projektes "Senioren für Senioren" an, die Hunde zunächst als vorübergehende Pflegestelle aufzunehmen, um in einer zweiwöchigen Probephase in Ruhe entscheiden zu können, ob es eine tierische Freundschaft fürs Leben wird. Bis zu diesem Zeitpunkt liegt die Verantwortung weiter bei der Tierschutzorganisation. Diese bietet in der Anfangszeit eine Nachkontrolle, Besuche der Hundeschule und Tierarzt-Versorgung jeweils kostenfrei an.

Allgemein rettet der Verein der Notpfote Animal Rescue e. V. Hunde aus schlechter Haltung, Abgabetiere und natürlich auch Notfälle. Auch Hunde und Katzen aus Tierheimen in Ungarn, Rumänien und Spanien werden "evakuiert". Zurzeit sucht der Verein dringend Menschen, die als Pflegestellen vorübergehend Hunde aufnehmen – vom Welpenalter bis zu Senioren. Kosten entstehen für diese Pflegestellen dabei nicht. Bei Interesse einfach bei der Notpfote Animal Rescue e. V. melden. Das Team um Babette Terveer freut sich über jede helfende Hand und Unterstützung.

Im Tierheim Dormagen erhalten nicht nur Hunde und Katzen Hilfe in schwierigen Lebenssituationen. Auch Haus- und Hoftiere wie Schafe, Gänse, Enten und auch Reptilien erhalten hier Unterstützung.

Stand: 10.09.2020, 17:00