Für immer beste Freunde – Ein Tier fürs Leben: Heide-Lore trifft Bogar

Für immer beste Freunde – Ein Tier fürs Leben: Heide-Lore trifft Bogar Für immer beste Freunde – Ein Tier fürs Leben Teil 2 von 4 28.08.2020 44:11 Min. Verfügbar bis 28.08.2021 WDR

Folge 2

Für immer beste Freunde – Ein Tier fürs Leben: Heide-Lore trifft Bogar

In der vierteiligen Sendereihe "Für immer beste Freunde – Ein Tier fürs Leben" lernt Moderatorin Lisa Kestel belastete Menschen und Tiere kennen, bringt sie zusammen und beobachtet, wie sich die neu gebildete Freundschaft auf ihr Wohlbefinden auswirkt. In der zweiten Folge lernen Mensch und Tier sich weiter kennen.

Heide-Lore Bieger (78) aus Kaarst hat in ihrem Leben einige Rückschläge erlitten und sich in eine Karriere in der Musikbranche gestürzt. Im Ruhestand fühlt sie sich oft einsam – besonders seit ihr Hund gestorben ist. Jetzt will sie nochmal einen neuen tierischen Alltagsgefährten finden. Der Tierschutzverein Notpfote Animal Rescue e.V. bietet ein ganz besonderes Programm für Senioren an. Besonders ein kleiner Hund aus Ungarn hat es Heide-Lore angetan.

Das Bild zeigt Rentnerin Heide-Lore Bieger mit ihrer Hündin Bogar.

Heide-Lore kann als vorübergehende Pflegestelle den Hund aus Ungarn direkt bei sich aufnehmen, aber noch nicht adoptieren. Erst nach einer Eingewöhnungszeit von 14 Tagen mit tierärztlichen Untersuchen und einer Nachkontrolle bei der Notpfote e.V. kann man den geretteten Hund adoptieren. Letztere bleibt weiter Ansprechpartnerin in allen Problemen und nimmt den Hund notfalls auch wieder zurück. 

Michael Pitsch (57) aus Wuppertal leidet unter seinem Übergewicht und möchte durch gemeinsam Aktivität mit seiner tierischen Freundin Eselstute Lotte wieder fitter werden. Er hilft der Eselexpertin Sabrina Alexander den Zaun für die Esel zu erweitern. Bei der gemeinsamen Fütterung der Tiere erläutert unsere Eselexpertin Michael wie wichtig eine ausgewogene Ernährung ist. Und dann wird schließlich noch die Freundschaft zu Eselfreundin Lotte auf den Prüfstand gestellt, denn Michael will sie heute fein herausputzen. Ob das der eigenwilligen Lotte gefällt?

Bei Familie Beitlich aus hilden wird es ernst, denn heute steht eine große Entscheidung an. Tochter Amira wünscht sich schon seit langer Zeit einen Hund und jetzt kann ihr Traum endlich Wirklichkeit werden. Gemeinsam mit Tiertrainer Daniel Joeres schaut sich die gesamte Familie Beitlich den Terriermischling Huber und den kleiner bleibenden Chihuahuamix Pet nochmal ganz genau an. Denn die Frage ist, wer am Ende des Tages ihr Herz erobert hat und somit bei der Familie Beitlich einziehen darf.

Das Bild zeigt Auszubildende Lisa-Marie Klugstedt mit einem Pferd.

Die Auszubildende Lisa-Marie Klugstedt (20) aus Recklinghausen fühlt sich mit Tieren wohler als mit Menschen. In der Schule hat sie Probleme und war ein Jahr wegen ihres Untergewichts krankgeschrieben. Jetzt sucht sie ein Pflegepferd als neuen Gefährten. Auf dem Ponyhof Tiemann in Marl bekommt sie die Chance, sich um einen Vierbeiner zu kümmern. Aber die Ponys dort entscheiden mit, ob sie Lisa-Marie als Freundin aufnehmen wollen.

Tierische Fakten

Hunde:

  • Hunde werden im Schnitt 10-17 Jahre alt. Je nach Rasse ist die Lebenserwartung unterschiedlich hoch. Kleinere Rassen haben eine höhere Lebenserwartung als größere Rassen.
  • Ein mittelgroßer Hund kostet etwa 800 Euro im Jahr. Darunter fallen Kosten für Futter, Tierarzt, Hundesteuer und Versicherung.
  • Der Verein der Notpfote Animal Rescue e.V. rettet Hunde aus Tierheimen in Ungarn, Rumänien und Spanien. Das Interesse ist derzeit groß und die Nachfrage ist kaum noch zu bewältigen. Zurzeit gibt es ca. zwei Transporte in der Woche. Die geretteten Hunde kommen zunächst in Pflegstellen unter und werden erst nach zwei Wochen zur Adoption freigegeben.
  • Für Hunde aus dem Tierschutz zahlt man in der Regel eine Schutzgebühr. Diese fällt je nach Tierheim oder Verein immer unterschiedlich hoch aus. Bei der Notpfote Animal Rescuee.V. sind in dieser Gebühr bereits die Transportkosten, Tierarztkosten und eine Nachbetreuung inkl. Hundetrainer inkludiert.
  • Nach der Adoption sollten Hunde – wenn möglich – acht Wochen lang nicht ohne Leine und Sicherheitsgeschirr ausgeführt werden.

Esel:

  • Laut Faustregel benötigen Esel ca. 1 kg Heu und Stroh pro 100 kg Körpergewicht am Tag. Zu einer ausgewogenen Ernährung gehören aber auch Kräuter und Gehölze. Esel mögen sehr gerne Disteln und Brombeersträucher.
  • Esel wälzen sich gerne auf dem Boden im Staub. Diese Aktion dient zur Fellpflege. Der Staub im Fell schützt vor Parasiten und dient gleichzeitig als Sonnenschutz.
  • Viele Esel leiden unter Übergewicht, weil sie oft stundenlang auf saftig grünen Wiesen weiden. Da sie ursprünglich aus den kargen Wüstengebieten Afrikas kommen, ist die Verdauung der Tiere an eine dürfte und langsame Futteraufnahme angepasst. Übergewicht kann zu gesundheitlichen und körperlichen Beschwerden führen. Esel mit Übergewicht erkennt man an dem sogenannten Fetthals, die Muskulatur am Hals kippt zur Seite. Dieser Hals ist auch nach einer Gewichtsabnahme noch erkennbar.
  • Esel folgen keinem Leittier wie z.B. das Pferd. Jedes Tier entscheidet für sich selbst.

Pferde:

  • Ponys sind kleinere Pferde. Ab einem Stockmaß von 1,48 m spricht man nicht mehr von Ponys sondern von Pferden.
  • In Deutschland gibt es ungefähr 930.000 Pferdebesitzer.
  • Die Haltung von Pferden geht ins Geld: Ein Pferd in Vollpension kostet zwischen 300-500 Euro im Monat.

Katzen:

  • Laut einer Studie verstehen sich Frauen meist besser mit Katzen. Der Grund: Frauen kommunizieren mehr mit ihnen und beschäftigen sich intensiver mit ihnen.
  • Die Lebenserwartung von Hauskatzen liegt in der Regel zwischen 8 bis 20 Jahre und ist davon abhängig ob sie in der Wohnung oder mit Auslauf gehalten werden.

Weiterführende Links:

Im Tierheim Dormagen erhalten nicht nur Hunde und Katzen Hilfe in schwierigen Lebenssituationen. Auch Haus- und Hoftiere wie Schafe, Gänse, Enten und auch Reptilien erhalten hier Unterstützung.

Mehr Infos unter:

Der Verein Notpfote e.V. Animal Rescue bietet Interessenten des Projektes „Senioren für Senioren“ an, die Hunde erstmals als Pflegestelle aufzunehmen, um in einer zweiwöchigen Probephase in Ruhe entscheiden zu können ob es eine tierische Freundschaft fürs Leben wird. Bis zu diesem Zeitpunkt liegt die Verantwortung bei der Tierschutzorganisation.

Das Angebot auf dem „Ruhresel“-Hof in Hattingen reicht von Eselwanderungen, über Esel-Yoga bis hin zu tiergestützten Interventionen.

Der Ponyhof Tiemann in Marl ist ein Reitbetrieb der besonderen Art: Auf Mensch und Tier wird hier individuell eingegangen. Barbara Tiemann hat sich mit ihrem Hof nicht nur einen Lebenstraum erfüllt, sondern auch einen Ort mit Wohlfühlatmosphäre geschaffen.

Das Tierheim in Düsseldorf beherbergt neben Hunden und Katzen auch Vögel und Kleintiere wie Meerschweinchen und Hasen – insgesamt warten hier 315 Tiere auf neue Besitzer*innen.

Hundetrainer Daniel Joeres beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit der Hund-Mensch-Kommunikation.

Mehr Infos unter:

Stand: 21.08.2020, 21:45