Die Ernährungs-Docs: Hashimoto, Sinusitis, Adipositas/Schlafapnoe

Die Ernährungs-Docs: Hashimoto, Sinusitis, Adipositas/Schlafapnoe

In dieser Folge kommen Martina R. einer chronische Nasennebenhöhlen-Entzündung, Tanja W. mit einer Schilddrüsenunterfunktion und Christoph F. mit Adipositas in die Hausboot-Praxis. Alle drei suchen Hilfe von den Ernährungs-Docs.

Adipositas

In dieser neuen Folge von "Die Ernährungs-Docs" kommt Christoph F. aus dem nordhessischen Guxhagen an Bord. Er wiegt 150 Kilo, hat einen Body-Mass-Index von 52 - ab 25 gilt man als übergewichtig. Adipositas: Jeder fünfte Deutsche hat mittlerweile krankhaftes Übergewicht, Tendenz steigend. Als Folge leidet der 48-jährige unter einer lebensbedrohlichen Schlafapnoe, trägt nachts eine Atemmaske, die ihn vor Erstickungsanfällen bewahren soll. Christoph F. ist "Stress-Esser". Vor sechs Jahren wird er das erste Mal Vater, das Kind ist ein extremes Frühchen mit einem Herz- und Lungenfehler. Drei Jahre wird sein Sohn nur alt, in dieser schweren Zeit nimmt der Schuldnerberater extrem zu. Alle Diätversuche scheitern, zuletzt hat er es mit den Weight Watchers versucht. "Bei denen darf man solange Schrott essen, bis die Punkte aufgebraucht sind", sagt Matthias Riedl, "aber über gesundes Essen lernt man nichts." Die Ernährungs-Docs zeigen ihm, was er alles falsch macht. Als Starthilfe bekommt er Abnehm-Shakes, auch die hat er schon mal ausprobiert. Wichtig dabei: es müssen ärztlich verordnete sein, denn den Produkten aus der Drogerie fehlt es oft an hochwertigem Eiweiß, und so sättigen sie nicht genug. Während der Dreharbeiten wird Christoph F. erneut Vater. Schafft er durch die Geburt des Kindes und die klare Ernährungs-Strategie den Durchbruch im Kampf gegen die Kilos?

Nasennebenhöhlen-Entzündung

Seit 10 Jahren hat Martina R. eine chronische Nasennebenhöhlen-Entzündung. Sie kann nicht durch die Nase atmen und nur schlecht riechen, oft quälen sie Kopfschmerzen. Antibiotika, Kortison, sogar eine operative Entfernung der Polypen - nichts hat geholfen. Ihre Ärzte haben ihr gesagt, sie sei "austherapiert". Jörn Klasen möchte ihr helfen und verordnet entzündungshemmendes Essen: Weg mit Kohlenhydraten und Zucker - dafür Fisch, Gemüse und Hafer. Und der Doc rät zu probiotischen Bakterien. "Denn wir wissen, dass die Schleimhaut in den Nasennebenhöhlen der des Darm entspricht", erklärt der Internist, "also was dem Darm gut tut, tut Ihrer Nase auch gut!" Wird die Ernährungs-Umstellung endlich dafür sorgen, dass die Trittauerin die Nase "nicht mehr voll hat"?

Schilddrüsenunterfunktion

Tanja W. fühlt sich mit ihrer Krankheit nicht ernst genommen: Denn die Schilddrüsenunterfunktion sieht man ihr nicht an. Doch sie fühlt sich müde, unausgeglichen – und sie nimmt zu, obwohl sie eigentlich normal isst. Für die meisten Ärzte ist Ernährung bei dieser Diagnose kein großes Thema. Für Anne Fleck und ihre Kollegen schon: Denn die "Hashimoto-Thyreopathie" ist keine Erkrankung der Schilddrüse, sondern des Immunsystems. Und das wird stark von der Darmflora beeinflusst. Und so soll die 38-jährige zunächst 14 Tage Intervallfasten. Und sie soll glutenfrei essen – Studien aus den USA zeigen, dass jeder 2. Hashimoto-Patient eine Gluten-Unverträglichkeit hat. Außerdem empfehlen die Ernährungs-Docs fermentierte Lebensmittel wie Naturjoghurt, Schmand, aber auch Sauerkraut oder Brottrunk. Wird die zweifache Mutter die Umstellung schaffen? Und wird es ihr besser gehen?

Stand: 27.06.2018, 11:48