Entzündete Nasennebenhöhlen – was hilft?

Entzündete Nasennebenhöhlen – was hilft?

Von Sylvia Freudenberger

Wer zur Schniefnase einen drückenden Schmerz im Bereich von Stirn und Wangen verspürt, hat höchst wahrscheinlich eine Nasennebenhöhlenentzündung. Der einfache Test: Kopf nach vorne beugen. Verschlimmert sich der Schmerz, dann hat es Sie erwischt.

Warum entzünden sich die Nasennebenhöhlen?

Die Sinusitis, wie man das Leiden auch nennt, wird durch Viren oder Bakterien ausgelöst. Sie verursachen entzündliche Veränderungen der Schleimhaut. Alle Nasennebenhöhlen können betroffen sein. Die Beschwerden bei einer akuten Sinusitis halten acht Tage bis zwei Wochen an. Dauern sie länger als zwölf Wochen, ist die Krankheit chronisch. Zehn Prozent aller Bundesbürger leiden unter chronischer Sinusitis.

Was hilft gegen Sinusitis?

Wie bei jeder Erkältung hilft auch hier: viel trinken, das löst die Verschleimung und Erreger werden ausgeschwitzt. Salbei, Kamillie oder Lindenblütentee können helfen. Außerdem: zuckerarm und vitaminreich essen, auf Gluten verzichten und Speisen mit Kurkuma würzen. Außerdem: viel Hühnersuppe essen. Die Vitalstoffe der Brühe erhöhen die Abwehrkräfte der Schleimhäute und der Dampf befeuchtet die Atemwege.

Und das sind unsere 5 Top-Tipps, um die Nasennebenhöhlen auf natürlichem Weg wieder beschwerdefrei zu kriegen.

  1. Massage:Bei der „Daumendruckmassage“ übt der Daumen Druck auf den Punkt zwischen den Augenbrauen aus, gleichzeitig drückt man mit der Zunge gegen den Gaumen. Die Übung löst festsitzendes Sekret in den Nebenhöhlen. Das Ganze 15 Sekunden halten und mehrmals wiederholen.
  2. Wechselatmung:Die Wechselatmung, eine Atemtechnik aus der Yogapraxis, verbessert die Belüftung der Nasennebenhöhlen. Mit Daumen oder Zeige- und Mittelfinger beide Nasenlöcher abwechselnd zuhalten und tief durchatmen. Die Übung am besten täglich 5 mal wiederholen.
  3. Inhalation:Heißer Dampf löst festsitzendes Sekret. Pures Wasser genügt. Anleitung: 1 bis 2 Liter heißes Wasser in eine Schüssel geben. Handtuch über den Kopf und 10 Minuten Dämpfe inhalieren. Aber Vorsicht: den Kopf nicht zu dicht über die Schüssel halten, es besteht Gefahr, sich zu verbrühen. Wer will kann auch 1 bis 2 Tropfen ätherisches Öl (Minze, Salbei, Lavendel) oder Salz hinzufügen.
  4. Quarkwickel:Quark wirkt entzündungshemmend und ist einfach in der Handhabung. Anleitung: Ein Baumwolltuch 1 cm dick mit kaltem Quark bestreichen und auf die schmerzenden Stellen legen.
  5. Kartoffelwickel: Wärme tut entzündeten Schleimhäuten gut, sie sorgt für einen schnelleren Heilungsvorgang. Anleitung: Heiße Pellkartoffeln in ein Geschirrtuch drücken und auf die schmerzenden Stellen legen. Vorsicht vor Verbrennungen, wenn es unangenehm ist, die Kartoffelpackung etwas abkühlen lassen.

Stand: 07.11.2018, 10:35