Hilfe für geschundene Füße

Hilfe für geschundene Füße

  • Schlecht sitzende Schuhe sorgen für Fußprobleme
  • Einfache Übungen zur Stärkung der Fußmuskulatur
  • Vorsicht mit Flip-Flops bei Fehlstellungen

Acht von zehn Menschen tragen die falschen Schuhe. Das ist das Ergebnis einer Studie des Deutschen Schuhinstituts. Was viele nicht wissen: Auch zu große und zu breite Schuhe sind schlecht für unsere Füße. Die Faustregel: Im Fußraum sollte noch eine Daumenbreite Platz sein – nicht mehr und nicht weniger.

High Heels sind nicht immer schlecht

Absätze sind nicht per se schlecht. Bei einer Absatzhöhe von zwei Zentimetern verteilt sich das Körpergewicht durch die leichte Anhöhe noch gut auf Vorderfuß und Ferse.

Hausmittel bei Fußpilz und Hühneraugen

Apfelessig und Knoblauch gegen Fußpilz

Das Bild zeigt zwei Füße in einer Wanne.

Haben wir uns den Fußpilz einmal eingefangen, hilft vor allem Hygiene! Das heißt: täglich die Strümpfe und das Handtuch wechseln, mit dem wir unsere Zehen trocknen. Und die Wäsche bei mindestens 60 Grad waschen.

Ein Hausmittel, das gerade im Anfangsstadium hilft: ein Fußbad aus Apfelessig. Hierzu jeweils einen Teil Apfelessig und einen Teil Wasser in eine Schüssel geben und die Füße morgens und abends für ca. 15 Minuten eintauchen. Das lindert den Juckreiz und die Entzündung. Anschließend die Füße sanft trocken tupfen oder noch besser - trocken föhnen – vor allem in den Zehenzwischenräumen, denn der Fußpilz hat es gerne feucht.

Ebenfalls wirksam ist Knoblauch. Dieser ist antimikrobiell und tötet den Pilz erfolgreich ab. Hierzu die Zehenzwischenräume abends mit einer aufgeschnittenen Knoblauchzehe einreiben und über Nacht einwirken lassen. Die Prozedur so lang wiederholen, bis der Fußpilz verschwunden ist – in der Regel sind das 5 bis 7 Tage.

Übrigens ist Knoblauch eine wahre Allzweckwaffe bei Pilzinfektionen. Er hilft auch bei Haut- und Nagelpilz.

Zwiebelumschlag gegen Hühneraugen

Das Bild zeigt zwei Füße und Fußwickel aus Zwiebeln.

Zu enge Schuhe können nicht nur Blasen, sondern auch schmerzhafte Hühneraugen verursachen. Auch dagegen hilft ein prima Hausmittel: der Zwiebelumschlag.

Dazu eine dünne Zwiebelscheibe mit Salz und Zitronensaft beträufeln und mit einer Mullbinde auf dem Hühnerauge fixieren. Nun über Nacht einwirken lassen und das acht Tage lang wiederholen. Hierdurch wird das Hühnerauge aufgeweicht und lässt sich dann im besten Fall einfach abtragen.

Fußgymnastik – in fünf Minuten zu fitten Füßen

Das Bild zeigt eine Fußsohlenmassage mit Hilfe eines Igel-Balls.

Viele Menschen leiden unter Fehlstellungen wie Platt- oder Spreizfüßen. Die Ursache sind häufig Übergewicht oder eine schwache Fußmuskulatur, denn das Gewicht drückt die Füße dann im Prinzip flach auf den Boden - und der Fußbogen kann das Körpergewicht nicht länger tragen. Gerade im Alter wird die Muskulatur immer schwächer und wir laufen unsere Füße quasi immer weiter ab – und die Schmerzen nehmen zu.

Ein paar gezielte Muskelübungen können helfen, das Fußgewölbe zu stärken und die Fitness unserer Füße zu steigern – und das Beste: die Übungen lassen sich nahezu von überall und auch zwischendurch nachmachen.

1.   Fußkreisen

Beim Fußkreisen einfach die Zehen auf den Boden setzen und mit dem Fuß drum herum große Kreise ziehen - zunächst linksherum und anschließend rechtsherum. Dann den Fuß wechseln und das Ganze wiederholen. Das stabilisiert das Fußgelenk und fördert die Durchblutung.

2.   Wadenheben

Das Wadenheben stärkt unsere Fuß- und Wadenmuskulatur. Hierzu die Füße eng nebeneinanderstellen und sich nun auf die Zehenspitzen stellen und die Fersen so hoch wie möglich heben. Anschließend die Fersen wieder auf den Boden absenken. Das Ganze nun 10 Mal wiederholen, kurz warten und insgesamt drei Mal wiederholen. Wer etwas wackelig auf den Beinen ist, kann sich leicht an einem Stuhl oder der Wand festhalten.

3.   Zehenbeugen

Hierzu beugen wir die Zehen nach vorne in Richtung der Fußsohle, halten die Spannung kurz und lösen sie dann wieder. Für diese Übung kann man auch ein Handtuch oder einen Stift zur Hilfe nehmen und versuchen die Gegenstände mit den Zehen zu greifen und in die Höhe zu heben. Auch diese Übung trainiert die Stabilität der Füße und wirkt eingeschlafenen Füßen entgegen.

4.   Fußsohlenmassage

Um die Fußsohle zu massieren, eignet sich ein Igel-Ball - alternativ kann auch ein Golfball oder kleine Wasserflasche verwendet werden. Den Ball unter den Fuß legen und nun unter dem Längsgewölbe mit leichtem Druck vor- und wieder zurückrollen. Das massiert und stimuliert die Rezeptoren und die Fußmuskeln - und anschließend hat man wieder einen guten Stand.

Kritisch wird es hingegen bei zu hohen oder zu dünnen Absätzen. Dann lastet ein Großteil des Körpergewichts auf dem Mittelfußknochen. Insbesondere Frauen leiden deshalb häufig unter dem sogenannten Hallux Valgus – einem Schiefstand des großen Zehs, der auch als Ballenzeh bekannt ist. Auch der Hammerzeh (Hallux malleus), verkürzte Sehnen und sogar Gelenkschäden an Knien und Hüfte können die Folge von intensivem High-Heel-Tragen sein. Einmal in der Woche sind hohe Absätze aber unbedenklich.

Keine Flip-Flops bei Fehlstellungen

Flip-Flops: die Sommerschuhe schlechthin. Ihre Auswirkungen auf unsere Füße sind in der Forschung umstritten. Gesunde Füße nehmen in Flip-Flops keinen Schaden. Der Fuß wird wie beim Barfußlaufen sogar gestärkt. Ist jedoch eine Fehlstellung vorhanden, zum Beispiel ein abgesenkter Fuß, sind Flip-Flops nicht optimal, denn sie bieten dem Fuß keinen Halt und die Fehlstellung kann sich verstärken. Für lange Strecken und Wanderungen sind sie ungeeignet.  

Ab und zu sollte man ohnehin barfuß laufen. Das stärkt nicht nur die Fußmuskulatur sondern durchblutet auch die Füße. Gerade Spaziergänge auf weichem, unebenem Untergrund sind ein gutes Training.

Füße mögen es trocken und luftig

Das Bild zeigt zwei zwei Paar High Heels und flache Männerschuhe.

Je nach Aktivität und Veranlagung können wir an den Füßen stark schwitzen – im Laufe des Tages sogar bis 200 Milliliter. Die Wahl unseres Schuhwerks ist dabei ausschlaggebend, ob wir unsere Füße einem tropisch-feuchten Klima aussetzen oder nicht.

Damit die Feuchtigkeit entweichen kann, sind Schuhe aus atmungsaktiven Materialien wichtig. Vor allem Leder zeichnet sich durch seine Atmungsaktivität aus und leitet die Feuchtigkeit effektiv nach außen, während der Fußschweiß in Kunststoffschuhen nur schlecht entweichen kann. Neben unangenehmen Schweißfüßen kann das mitunter sogar zu Fußpilz führen.

Stand: 11.06.2019, 14:34