Blasenentzündung – so beugen Sie vor

Blasenentzündung – so beugen Sie vor

Von Max Strutz

Jede zweite Frau hatte schon einmal eine Blasenentzündung. Die Ansteckungsmöglichkeiten reichen von Händeschütteln über schmutzige Türklinken bis hin zu Sex. Auslöser der Infektion sind Bakterien, die aus der Harnröhre in die Blase aufsteigen.

Tipp 1: Meiden sie den kalten Untergrund

Menschen mit starkem Immunsystem und gesunder Blase können sich in der Regel so keine Blasenentzündung einfangen, aber: Bei Menschen, die anfällig für Blasenentzündung sind, kann die Abkühlung die natürlichen Abwehrkräfte schwächen. Bakterien können sich leichter ausbreiten. Deshalb: Jacke oder Kissen unterlegen.

Tipp 2: Viel trinken – aber nicht alles

Wer akut an einer Blasenentzündung leidet, sollte viel trinken, mindestens zwei Liter täglich. Limonaden und Säfte sind dann aber tabu. Der Zucker dient den Bakterien als Nahrung. Sie vermehren sich und verschlimmern die Entzündung eher als sie zu lindern.

Optimal sind Wasser und Tee. Cranberrysaft wird zwar auch heilende Wirkung nachgesagt. Sie ist aber nicht erwiesen. Wenn Cranberrys, dann als ungesüßter Direktsaft oder in Tablettenform.

Tipp 3: Das richtige Wasserlassen

Die weibliche Harnröhre ist kürzer und liegt näher am After. So können Darmbakterien leichter die Harnröhre aufsteigen. Je häufiger die Harnröhre mit Urin gespült wird, desto schwieriger ist es für Bakterien in die Blase aufzusteigen. Nach dem Geschlechtsverkehr sollten Frauen direkt auf die Toilette gehen. Das beugt der sogenannten „Flitterwochenblasenentzündung“ vor.

Auch die richtige Toilettenhygiene ist wichtig: Frauen sollten mit dem Toilettenpapier von der Scheide zum Analbereich wischen.

Tipp 4: Hände waschen

Regelmäßiges Händewaschen verringert das Ansteckungsrisiko. Nicht nur auf Klobrillen, auch an Türgriffen, Seifenspendern und Wasserhähnen tummeln sich Bakterien. Berührt man einen befallenen Türgriff und danach auf der Toilette seinen Intimbereich, kann eine Ansteckung erfolgt sein. Darum: VOR und NACH dem Toilettengang die Hände waschen.

Tipp 5: Mischung aus Kapuzinerkresse und Meerrettich

Meerrettich schälen, in Scheiben schneiden, abwechselnd mit der Kapuzinerkresse in ein verschließbares Glas schichten. Das Glas mit Alkohol auffüllen, bis alles bedeckt ist.  Vier Wochen ziehen lassen. In kleine Pipettenflaschen füllen und kühl lagern. Wenn sich eine Entzündung anbahnt, einmal täglich 20 Tropfen in ein Glas stilles Wasser träufeln und trinken.

Die darin enthaltenen Senföle haben eine antibiotische Wirkung. Nicht für Schwangere oder Menschen mit Magenproblemen geeignet. Es gibt den Wirkstoff auch als Tablette, freiverkäuflich in der Apotheke.

Stand: 22.05.2018, 13:00