Gefahren beim Schwimmen

Gefahren beim Schwimmen

  • Vorsicht in freien Gewässern
  • Vor allem der Rhein ist gefährlich
  • Erste Hilfe bei Herz-Kreislauf-Stillstand

Schwimmen im Rhein bedeutet beispielsweise Lebensgefahr. Die Strömung ist sehr stark, außerdem bilden sich Strudel, die den Schwimmer gerne acht bis zehn Meter in die Tiefe ziehen können. Die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) beklagt jährlich mehrere Hundert Badetote. Die Gründe sind vielfältig: überschätzte Kräfte, Alkohol und Übermut, aber auch fehlende Schwimmkenntnisse.

Nicht in den "Rhein rein"

In 2017 sind laut DLRG 404 Menschen in deutschen Gewässern ums Leben gekommen. Allein im Rhein kommen jährlich zahlreiche Badende zu Tode. Trotzdem zieht es die Menschen immer wieder hinein. Auch planschen oder am Rand im Wasser "stehen" kann gefährliche Folgen haben: Durch die großen Schiffe wird das Wasser aus den Buhnen rein und dann wieder rausgedrückt. Dem dadurch entstehenden Sog haben wir nichts entgegenzusetzen. Er kann Kinder, aber auch Erwachsene, von den Beinen reißen und mitziehen.

Erste Hilfe bei Herz-Kreislauf-Stillstand

Was ist zu tun, wenn man einen Bewusstlosen am Ufer findet? Ganz wichtig im Notfall: Die Notruf-Nummer 112 wählen.

Atmet das Opfer nicht mehr oder unregelmäßig, muss die Person wiederbelebt werden. Je früher die Herzdruckmassage eingesetzt wird, desto höher sind die Chancen, dass die Person ohne größere Schäden überlebt.

 So funktioniert die Herzdruck-Massage:

  • Legen Sie den Ballen einer Hand auf die Mitte der Brust der Person. Den anderen Handballen legen Sie darüber. Verschränken Sie die Finger ineinander und achten Sie darauf, dass nur der Handballen auf dem Brustkorb aufliegt.
  • Drücken Sie mit gestreckten Armen und geradem Rücken den Brustkorb fünf bis sechs Zentimeter ein. Nach jedem Druck entlasten Sie den Brustkorb vollständig. Etwa zwei Kompressionen pro Sekunde
  • Nach 30-mal drücken überstrecken Sie wieder den Kopf der Person, um die Atemwege frei zu machen.

Mund-zu-Mund-Beatmung muss nicht zwangsläufig durchgeführt werden. Nur, wenn Sie es sich zutrauen.

Achtung: Diese Tipps können einen Erste-Hilfe-Kurs nicht ersetzen.

Stand: 09.07.2018, 00:00