Arthrose

Das Bild zeigt einen Mann, die sich an sein Knie fässt.

Arthrose

Bei einer Arthrose wird die Knorpelschicht im Gelenk immer dünner bis sie komplett weg ist. Die Schicht dient eigentlich als Stoßdämpfer, so dass es massiv schmerzt, wenn sie fehlt und Knochen auf Knochen reiben

Der betroffene Patient verliert die Fähigkeit, sich frei zu bewegen. Das Gelenk entzündet sich, schwillt an und verursacht Schmerzen. Durch Schonhaltung werden andere Gelenke und Muskeln einseitig belastet, was wiederrum zu Verspannung und Schmerzen führen kann.

Verschiedene Stadien der Arthrose

Frühstadium

Der Ausgangspunkt einer jeden Arthrose ist ein Schaden im Knorpelüberzug, der sogenannte „Knorpelschaden“. Oft ist dieser Schaden zunächst nur auf eine kleine Fläche begrenzt. Außerdem ist er noch oberflächlich. Kurz darauf treten im Röntgenbild erste Verdichtungen des Knochens auf. Es handelt sich hierbei immer um Knochenbezirke, die direkt unter dem erkrankten Knorpel liegen. Diese zusätzlichen Veränderungen am Knochen sind ein entscheidendes Zeichen für das Frühstadium der Arthrose. Ohne diese Knochenveränderungen liegt nur ein „Knorpelschaden“ vor, aber keine Arthrose. Arthrose bedeutet deshalb auch immer Knorpelschaden mit Knochenveränderungen.

Spätstadium

Zwischen dem "Frühstadium" und dem "Spätstadium" können viele Jahre liegen. Viele Arthrose-Patienten befinden sich deshalb in einem Zwischenstadium. Ihre Veränderungen sind also stärker als im Frühstadium, doch noch geringer als im Spätstadium.

Im Spätstadium ist der Gelenkknorpel im betroffenen Bereich nicht nur erkrankt und geschädigt, sondern sogar vollständig abgerieben und verschwunden. Hierdurch reibt der jetzt freiliegende Knochen direkt auf dem Knochen der Gegenseite. Im Röntgenbild sieht man, dass sich die Knochen direkt berühren. Der sogenannte Gelenkspalt ist deshalb verschwunden.

Auch der Knochen hat sich gegenüber dem Frühstadium verändert: Er ist wesentlich dichter und härter und im Röntgenbild deutlicher erkennbar. An den Rändern der Gelenke sind große knöcherne Zacken entstanden. Diese knöchernen Ausziehungen (Osteophyten) führen zu einer Verbreiterung des Gelenks. Der Betroffene stellt fest, dass seine Gelenke größer und aufgetrieben sind. Diese Knochenzacken können sich bei bestimmten Bewegungen auch berühren und weitere Schmerzen auslösen.

Ursachen

Es wird angenommen, dass etwa 50 Prozent aller Arthrose-Patienten ihre Krankheit aufgrund langjähriger hoher Beanspruchung erleiden. Bei einigen Betroffenen liegt die Ursache in einer Schwäche oder Fehlform der Gelenke, die sich bereits in jungen Jahren bemerkbar machen kann.

Was kann ich selber bei Arthrose tun?

Aus Angst davor, die Gelenke noch mehr zu belasten und weiter zu verschleißen, meiden viele Betroffene Bewegung und Sport. Dabei leiden die Gelenke vor allem, wenn sie wenig bewegt werden. Denn Sport stärkt die Muskulatur, regt den Stoffwechsel des Gelenkknorpels an und kann die Stabilität der Gelenke verbessern. Ein regelmäßiges Kräftigungs- und Beweglichkeitstraining kann also Schmerzen lindern und die Gelenkfunktion verbessern. Bei der Auswahl von geeigneten Übungen sollte man sich aber immer fachkundig und individuell beraten lassen. Gut geeignete Ausdauersportarten sind zum Beispiel Walken, Radfahren oder Schwimmen, denn hier werden die Gelenke nicht durch ruckartige Bewegungen belastet. 

Obwohl das Krankheitsbild der Arthrose weitverbreitet ist, können Schmerzen in den Gelenken aber auch ganz andere Ursachen haben. Eine Möglichkeit sind zum Beispiel Zysten im Gelenk.

Stand: 06.01.2021, 10:00