Die richtige Sonnenbrille

Junge Frau trägt verspiegelte Sonnenbrille

Die richtige Sonnenbrille

Von Jennifer von Massow

  • Billig Sonnenbrillen können zu einer Augenentzündung führen
  • Besonders Kinderaugen sind empfindlich
  • Brillen aus dem Fachhandel mit UV-Schutz müssen nicht teuer sein

Auf den UV-Schutz achten

"Ähnlich wie bei einem Sonnenbrand kann zu viel UV-Strahlung eine akute, schmerzhafte Entzündung der Binde- oder Hornhaut auslösen", warnt der Zentralverband der Augenoptiker und Optometristen. Vor allem die Augen von Kindern sollten geschützt werden, da ihre Augen noch weitaus durchlässiger für UV-Strahlen seien als die von Erwachsenen. Wenn Kinder keine Brille aufsetzen möchten, reicht auch ein Sonnenhut mit breiter Krempe – am Strand allerdings spiegeln Sand und Wasser die UV-Strahlung von unten wider, da brauchen Kinder noch einen zusätzlichen Schutz für die Augen.

Können Billigbrillen die Augen schädigen?

Leider ja. Der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands erklärt: Wenn Sonnenbrillen keinen UV-Schutz haben, sondern einfach nur dunkle Gläser, dann weiten sich automatisch unsere Pupillen, um bei der Dunkelheit trotzdem etwas zu sehen. Und wenn in diese weit geöffneten Pupillen dann ungefiltert das ultraviolette Licht fällt, kann das Schäden an der Linse und auf der Netzhaut anrichten. Eine Augenentzündung kann die Folge sein. Ganz abgesehen davon, dass es auch zu einer Verblitzung kommen kann. Die kennen einige aus dem Skiurlaub, die sogenannte Schneeblindheit. Sehr schmerzhaft, tritt erst Stunden später ein - wie beim Sonnenbrand - und führt in der Regel in den Notdienst. Kaputt sind die Augen dann nicht, das ist heilbar - aber ziemlich schmerzhaft.

Die richtige Sonnenbrille

WDR 2 Servicezeit | 08.05.2018 | 02:49 Min.

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UV-Schutz sollte bei 400 liegen

In der Regel haben alle Sonnenbrillen aus dem Fachhandel, also vom Optiker, einen ausreichenden UV-Filter. Die müssen gar nicht teuer sein: Schon ab knapp 12 € gibt es sie zu kaufen. Wichtig ist dabei, dass die Gläser groß genug sind und die Brille richtig sitzt, also gut mit dem Gesicht abschließt. Sonst fällt zu viel Licht von oben oder von der Seite herein.

Von hellen und dunklen Gläsern

Im Angebot sind fünf verschiedene Tönungsstufen. Im Normalfall reicht Stufe drei. Wenn man zum Beispiel ganz klassisch in den Sommerurlaub, ans Meer oder in die Berge fährt, ist man mit so einer Brille gut bedient. Für Extremsportler, die einen Gletschertrip planen, müssen die Gläser dunkler sein, damit die Augen gut geschützt sind. Mit einem solchen Modell darf man sich dann allerdings nicht hinters Steuer setzen.

Polarisierende Filter gegen Reflexionen

So genannte polarisierende Filter sorgen dafür, dass spiegelnde Oberflächen weniger reflektieren. Das ist zum Beispiel beim Fahren angenehmer, wenn die Straßen nass sind. Auch am Meer oder in den Bergen verhindert so ein Filter störende Reflexe. Ob eine Brille einen polarisierenden Filter hat, steht zumindest bei den teureren Modellen im Bügel. Das gilt auch für die Tönungsstufe der Gläser.

Stand: 08.05.2018, 00:00