Blutsauger unterwegs: Mücken, Grasmilben und Co.

Blutsauger unterwegs: Mücken, Grasmilben und Co.

  • Tipps gegen Mücken und andere Plagegeister
  • Anti-Mückenmittel können die Haut reizen
  • Gegen Bremsen hilft vor allem lange Kleidung

Wenn die Mücke sticht!

WDR 2 Servicezeit | 25.06.2018 | 04:14 Min.

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Mücken lieben stehendes Wasser. Pfützen und Tümpel sind ideale Brutstätten für den Nachwuchs, aber auch in Gärten fühlen sich Mückenlarven wohl. Deshalb sollte man länger stehendes Wasser in Gießkannen und Vogeltränken regelmäßig ausschütten und Regentonnen gut abdecken. Zum Schutz gegen die Plagegeister gibt es vor allem zwei effektive Mittel: Mückennetze und Chemie aus der Sprühflasche.

Schutzmittel können Hauz reizen

Wer sich draußen aufhält, kann zum Schutz Mückenmittel auftragen, die Präparate gibt es in jeder Drogerie oder Apotheke. Doch Vorsicht, die Mittel, die laut Stiftung Warentest besonders wirksam sind, enthalten Stoffe, die die Haut reizen können. Gartenfackeln oder Kerzen mit ätherischen Ölen kann man sich sparen, sie schrecken Stechmücken nicht ab. Feinmaschige Netze vor dem Fenster oder Moskitonetze sind der beste Schutz vor den Plagegeistern in der Nacht.

Hochsaison der Plagegeister

Mücken, Wespen & Co können ganz schön piesacken. Was jetzt in heimischen Gefilden fliegt, springt und krabbelt und man besser meidet.

Mücke

Für Vögel, Fledermäuse oder Frösche sind Mücken ein echter Leckerbissen. Für uns Menschen sind Stechmücken dagegen vor allem eines: extrem nervig! Forscher schätzen, dass es in Deutschland rund 50 verschiedene Arten von Stechmücken gibt. Unser Blut saugen übrigens nur die Weibchen - sie brauchen es, um ihre Eier zu entwickeln.

Für Vögel, Fledermäuse oder Frösche sind Mücken ein echter Leckerbissen. Für uns Menschen sind Stechmücken dagegen vor allem eines: extrem nervig! Forscher schätzen, dass es in Deutschland rund 50 verschiedene Arten von Stechmücken gibt. Unser Blut saugen übrigens nur die Weibchen - sie brauchen es, um ihre Eier zu entwickeln.

Die Globalisierung schafft auch Mücken neuen Lebensraum. Japanische Buschmücken finden sich mittlerweile auch in Teilen von Nordrhein-Westfalen. Ebenso wurden Asiatische Tigermücken in Deutschland nachgewiesen. Das Problem: Forscher befürchten, dass die exotischen Mücken auch Tropenkrankheiten zu uns bringen könnten.

Die Zecke ist dagegen ein bekannter Krankheitsüberträger von Borreliose und der sogenannten Frühsommer-Meningienzephalitis (FSME). Während man sich vor Borreliose nicht schützen kann, kann man sich gegen FSME impfen lassen. Panik ist jedoch nicht angebracht, die meisten Zeckenstiche machen nicht krank. Dennoch sollte man nach einem Aufenthalt in Wald und Gebüsch den Körper gründlich absuchen und die Zecke sofort entfernen.

Kaum sichtbar sind Grasmilben. Wer nach einem Nachmittag auf der Wiese mit kleinen roten Punkten übersät ist, könnte ein Opfer der winzigen Viecher geworden sein. Sie warten auf Halmen auf einen Wirt, der sowohl Mensch als auch Tier sein kann.

Die Stiche selbst spürt man zunächst nicht. Erst Stunden später beginnen sie zu jucken und es können sich unangenehme Quaddeln bilden. Besonders lästig: Der Juckreiz dauert einige Tage lang an, die Stiche sieht man bis zu zwei Wochen.

Sie gehören zu den unbeliebtesten Tieren Europas: Wespen. Vor allem im Spätsommer kommen sie zuhauf, wenn der Pflaumenkuchen auf dem Tisch steht. Vertreiben lassen sie sich nicht wirklich. Ein Trost: Eigentlich sind Wespen nützlich. Sie fressen Mücken, Blattläuse und kleine Fliegen und befreien uns somit von anderen Plagegeistern.

Wenn man die Wespen verjagen will, sollte man auf keinen Fall nach ihnen schlagen, denn dann sondern sie Duftstoffe ab, die noch mehr Tiere anlocken. Selbst wenn man ruhig bleibt, stechen sie dennoch manchmal zu. Dann hilft eine frisch aufgeschnittene Zwiebel, die man mit der Schnittstelle auf die Haut legt. Wer allergisch reagiert, sollte man einen Notarzt rufen. Wer von seiner Allergie weiß, sollte stets ein Notfallset mit Adrenalin und Cortison parat haben.

Viele Menschen verwechseln die Wespe mit der Biene. Der Körper der Bienen ist aber weniger gelb. Sie sind außerdem wenig aggressiv und sehr nützlich. Sie liefern Honig und leisten einen wichtigen Beitrag bei der Bestäubung der Pflanzen. Auch sie stechen nur, wenn sie sich bedroht fühlen. Sticht die Biene zu, sollte man zunächst den Stachel entfernen, damit das Bienengift nicht in den Körper gelangt. Dann hilft Kühlen, wie beim Wespenstich die frische Zwiebel oder Insektengel aus der Apotheke. Für Menschen, die nicht allergisch reagieren, ist ein Bienenstich eigentlich ungefährlich, aber schmerzhaft.

Die Bremse, auf Pferdefliege genannt, gehört tatsächlich zu der Familie der Fliegen. Sie gehören aber zu den blutsaugenden Insekten und stehen auf Warmblüter wie Menschen, Pferde und Rinder. Wohl fühlen sich Bremsen bei schwülem Wetter, außerdem mögen sie Schweißgeruch. Die Insekten stechen zu - auch durch Stoff - und zapfen Blut. Der Stich ist schmerzhaft und juckt stark.

Nur dicke Kleidung hilft gegen Bremsen

Gegen Bremsen helfen Mückenabwehrmittel meist nicht und sie stechen auch durch dünne T-Shirts und Hemden. Gegen Bremsen schützt eigentlich nur dickere Kleidung und man sollte möglichst keine Rast in der Nähe von Pferdekoppeln und Kuhweiden machen. Gegen die Quaddeln helfen entzündungshemmende Salben und Kühlung. Ob Bremsen auch Krankheitserreger, wie zum Beispiel Borreliose, übertragen, ist bisher wissenschaftlich nicht geklärt.

Lange Kleidung gegen Grasmilben

Eine andere Sorte von sommerlichen Plagegeistern sind die Grasmilben. Gegen deren Bisse hilft es, zu duschen und eine entzündungshemmende Salbe auf die betroffenen Stellen aufzutragen. Zum Schutz vor Grasmilben sollte man im Garten lange Hosen und Strümpfe tragen. Hilfreich ist es auch, Mückenschutzmittel auf die Beinregion zu sprühen. Ganz wichtig ist es, das Gras regelmäßig zu mähen und das Schnittgut sofort zu entsorgen.

Stand: 25.06.2018, 08:04