Ab ins Wasser – Gesund mit Aqua-Fitness

Aqua-Fitness Doc Esser - Der Gesundheitscheck 09.09.2020 05:38 Min. Verfügbar bis 09.09.2021 WDR

Ab ins Wasser – Gesund mit Aqua-Fitness

Von Claudia Luck

Wassergymnastik. Dieser Begriff erinnert viele noch immer an eine Alternative zu vermeintlich „echtem“ Sport. Eine Alternative für die Generation Ü60 und wenig hip. Doch Sport im Wasser boomt. Ob Joggen, Spinning oder sogar Yoga: Es gibt kaum eine Sportart, die sich nicht auch ins Wasser verlegen lässt.

Das zeigen nicht nur die immer breiter werdenden Angebote der Bäder und Vereine, sondern auch der Run auf die Kurse. So viele Wasserratten wie nie machen sich die positive Wirkung vom Training im Wasser zunutze. Immerhin gibt es einige Hinweise darauf, dass die gleiche Sportart im Wasser die günstigen Effekte verstärkt – und dabei auch noch mehr Kalorien verbrennt.

Die Vorteile von Sport im Wasser

Im Wasser wird der Körper abgekühlt, wodurch sich der Herzschlag verringert. So wird man fit ohne sich zu überanstrengen. Außerdem erhöhen der Wasserwiderstand und der Wasserdruck den Trainingseffekt für die Muskeln und das Herz- Kreislauf-System, während der Auftrieb gleichzeitig die Belastung für die Gelenke verringert. Auch Sehnen und Bänder werden dadurch geschont. Von diesen positiven Effekten profitieren besonders Menschen mit Übergewicht und Gelenkproblemen.

Und: der Wassersport macht das Abnehmen leichter. Denn obwohl sich die Beanspruchung beim Training im Wasser geringer anfühlt, scheint die Effizienz sogar höher zu sein. Studien weisen darauf hin, dass die Fettverbrennung bei gleicher Belastung unter Wasser höher ist als an Land. Das macht Aqua-Jogging und Co. zu den idealen Fettkillern.

Neben der Wirkung auf Herz-Kreislauf-System, Muskeln und Gelenke fördern einige Aqua-Sport-Trends zusätzlich Koordination und Balance. Kein Wunder, dass Cardio-Training und Pilates auf dem schwimmenden Brett der neueste Schrei sind. Die ständige Bewegung des Untergrunds muss der Körper ausgleichen – zumindest, wenn man nicht im Wasser landen will. Nicht nur Gleichgewicht und Koordination, auch die tieferliegenden Muskelschichten werden so trainiert.

Bonuseffekt: weniger Muskelkater

Neben Auftrieb, Wasserdruck, Wasserwiderstand und Abkühlung sorgt noch eine weitere Eigenschaft des Wassers für einen ganz besonderen positiven Effekt: Die Wasserzirkulation. Sie wirkt beim Training im Wasser wie eine Massage. Das ist gut für Haut, Bindegewebe und Muskulatur – und zwar nicht nur aufgrund der straffenden Wirkung. Im Idealfall sorgt es nämlich dafür, dass man auch nach einem intensiven Workout weniger oder sogar gar keinen Muskelkater bekommt, denn die Wahrscheinlichkeit dafür ist geringer als an Land.

Vor Trainingsbeginn im Wasser sollten jedoch in jedem Fall Vorerkrankungen ausgeschlossen werden. Empfohlen ist ein Gespräch mit dem Arzt und dem Anbieter des Kurses. Außerdem können einige Aqua-Fitness-Kurse ganz oder teilweise von der Krankenkasse erstattet werden. Es lohnt sich also, auch hier vorher nachzuhören.

Stand: 09.09.2020, 14:00