Doc News: Älter werden wir später

Doc News: Älter werden wir später Servicezeit 10.03.2020 07:17 Min. Verfügbar bis 10.03.2021 WDR Von Sylvia Freudenberger

Doc News: Älter werden wir später

Von Sylvia Freudenberger

Älter werden wir auf jeden Fall, aber wie wir altern, darauf haben wir Einfluss - mit gesundem Essen zum Beispiel. Sogenanntes Sirtfood ist zur Zeit im Trend.

Das steckt dahinter: Sirtfood-Lebensmittel enthalten bestimmte sekundäre Pflanzenstoffe. Und auf diese reagiert unser Körper, indem er körpereigene Sirtuine aktiviert - das sind Anti-Aging-Enzyme. Sirtuine werden auch „Langlebigkeits-“oder „Reparaturenzyme“ genannt.

Sie sollen Stoffwechselprozesse und die Insulinregulation verbessern. Das soll nicht nur bei der Fettverbrennung helfen, sondern auch vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, Diabetes Typ 2 und anderen Fettstoffwechselstörungen schützen. Darüberhinaus sollen die „Langlebigkeitsenzyme“ entzündungshemmend wirken, die Hormonproduktion ankurbeln und der Zellregeneration dienen. Diese Effekte verlangsamen den natürlichen Alterungsprozess unseres Körpers.

Sirtfood-Lebensmittel

Es gibt eine ganze Reihe von Lebensmitteln, von denen man ausgeht, dass sie mit ihren sirtuinaktivierenden Pflanzenstoffen eine positive Wirkung auf unseren Alterungsprozess haben. Die Top-22-Sirtfood-Lebensmittel sind:

Äpfel, Brokkoli, Buchweizen, Cashewkerne, Chili, Grüner Tee, Grünkohl, Heidelbeeren, Himbeeren, Kaffee, Knoblauch, Kurkuma, Olivenöl, Petersilie, Rotwein (gelegentlich in Maßen), Rucola, dunkle Schokolade, Soja, Tomaten, Walnüsse, Zitrusfrüchte, Zwiebeln.

Aus diesen Lebensmitteln lassen sich leckere Gerichte zubereiten. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Beeren-Buchweizen-Joghurt zum Frühstück, mittags ein Putenschnitzel mit Brokkoli und Walnüssen - und für zwischendurch ein Anti-Aging-Smoothie aus Grünkohlblättern, Grapefruit, Datteln und Cashewkernen?

Abnehmen mit Sirtfood

Wer viel Sirtfood in seinen Speiseplan einbaut, kann in der Regel nur ein paar Pfund los werden oder sein Gewicht halten. Sirtuine sollen zwar den Abbau von Fettreserven begünstigen und Muskelstammzellen aktivieren, aber wer richtig viel abnehmen will, muss auch mit Sirtfood unbedingt die Kalorienzufuhr reduzieren und sich mehr bewegen.

Denn klar ist, dass man bei jeder gesunden Diät, bei der die Kalorienzufuhr auf 1000 oder 1500 pro Tag reduziert wird, Erfolge erzielt - Sirtfood ist da kein Wundermittel. Wer sich gesund ernähren und von den positiven Effekten der Sirtuine profitieren möchte, muss sich nicht vegetarisch ernähren oder Verbote einhalten. Man sollte einfach so oft wie möglich sirtuin-aktivierende Pflanzenstoffe in den täglichen Speiseplan einbauen.

Stand: 25.02.2020, 13:00