Durchgerechnet: So viele Windräder wären nötig

Durchgerechnet: So viele Windräder wären nötig

Konventionelle Atom-, Kohle und Erdgaskraftwerke bringen viel Strom. Moderne Windkraftanlagen könnten sie ersetzen - theoretisch. Das zeigt unser Rechenexempel.

Grafik: Ein Windrad erzeugt im Jahr 8000 Megawattstunden (MWh).

Vorweg: Natürlich laufen Windräder nicht ständig. Mal produzieren sie viel Strom, mal stehen sie wegen einer Flaute still. Fest steht aber: Eine moderne Windenergie-Anlage an Land, die auf dem neuesten technischen Stand ist, erzeugt rund 8.000 Megawattstunden (oder 8 Gigawattstunden) Strom im Jahr.

Vorweg: Natürlich laufen Windräder nicht ständig. Mal produzieren sie viel Strom, mal stehen sie wegen einer Flaute still. Fest steht aber: Eine moderne Windenergie-Anlage an Land, die auf dem neuesten technischen Stand ist, erzeugt rund 8.000 Megawattstunden (oder 8 Gigawattstunden) Strom im Jahr.

Das reicht, um rund 2.200 Drei-Personen-Haushalte ein Jahr lang mit Strom zu versorgen. Laut Statistik verbraucht ein solcher Haushalt im Durchschnitt 3,6 Megawattstunden pro Jahr.

Aber die großen konventionellen Kraftwerke sind natürlich wesentlich leistungsstärker. Beispiel Erdgas: Eine Anlage wie die "Fortuna" in Düsseldorf, die 2016 in Betrieb ging, liefert im Jahr 2.400 Gigawattstunden Strom, wenn sie im Durchschnitt zu 50 Prozent ausgelastet ist - was typisch für Erdgaskraftwerke ist. Um diese Menge rein rechnerisch zu ersetzen, müssten 300 Onshore-Windenergieanlagen gebaut werden.

Beispiel Kohle: Ein großer Steinkohlekraftwerksblock wie der neue Block "Datteln 4" produziert bei einer typischen Auslastung von 75 Prozent etwa 6.800 Gigawattstunden Strom im Jahr. Eine Menge, die auch von rund 850 modernen Windrädern an Land geliefert werden kann.

Beispiel Atom: Soll ein AKW ersetzt werden, das bei einer typischen 90-prozentigen Auslastung jährlich 10.600 Gigawattstunden Strom produziert, müssten rund 1.330 moderne Windenergieanlagen an Land gebaut werden.

Stand: 22.01.2020, 06:00 Uhr