Stress in der Waschstraße: Neue Auto-Technik überfordert Fahrer

Stress in der Waschstraße: Neue Auto-Technik überfordert Fahrer

Von Nick von Przewoski

  • Moderne Auto-Technik sorgt für Probleme in Waschstraßen
  • Sensoren und elektronische Parkbremse können Schäden verursachen
  • Kunden lesen kaum die komplette Bedienungsanleitungen

Betreiber von Waschstraßen in Hagen, Hamm und Dortmund müssen fast wöchentlich den Notstopp an ihren Anlagen drücken. Ein Schild vor der Einfahrt zur Waschstraße von Mirko Franke in Hagen listet deshalb zehn Regeln auf. Die sollen die Kunden beachten, bevor sie ihr Auto allein auf einem Rollband durch die Waschstraße fahren lassen.

Denn kritisch wird es zum Beispiel bei der elektronischen Parkbremsen, die automatisch ausgelöst werden und die Räder blockieren können. Dann bleibt das Auto stehen und die hinteren Wagen fahren auf. Schäden von mehreren tausend Euro können entstehen.

Kunden mit Regensensor vom Scheibenwischer überfordert

"Keiner liest sich eine 150-seitige Bedienungsanleitung vom Auto durch. Die Kunden kriegen ihren Regensensor vom Scheibenwischer nicht aus," sagt Franke. Dies könne dazu führen, dass der Scheibenwischer sich während des Waschvorganges bewegt und durch die Bürsten beschädigt werde.

Fahrer kennen ihr Auto nicht mehr gut genug

Betreiber von Waschstraßen haben auch immer mehr Probleme mit älteren Fahrzeugen. "Die Leute denken, dass der Wagen die Technik von alleine macht. Sie kennen ihr Auto nicht mehr." Eine Kundin hatte ein Cabrio mit Automatik-Schaltung abgestellt, die Automatik aber noch auf D stehen gelassen. "Der ist durch die Anlage gerast und hat alleine an der Anlage einen Schaden von 25.000 Euro verursacht“, erzählt Mirko Franke.

Stress in der Waschstraße: Neue Auto-Technik überfordert Fahrer

WDR 2 Servicezeit | 08.03.2018 | 03:24 Min.

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Stand: 06.03.2018, 17:48