Vergleich im Prozess um Outlet-Jeans in Ochtrup

 Montage: Screenshot Outlet-Test, Waren einer Outletkette

Vergleich im Prozess um Outlet-Jeans in Ochtrup

  • Outlet-Verkauf im Visier
  • Hose angeblich deutlich günstiger
  • Gerichtet schlichtet Streit

Vor dem Landgericht Münster haben sich am Mittwoch (11.10.2017) die Firma Levis und die Zentrale zur Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbs gestritten. Dabei ging es um eine angeblich irreführende Preisauszeichnung - ausgelöst durch WDR-Recherchen.

Keine vergleichbare Hose in Deutschland

Konkret warf die Wettbewerbszentrale Levis vor, in seinem Shop im Outletzentrum Ochtrup mit einer sehr günstigen Jeans geworben zu haben. Diese sollte hier als "Outlet-Price" nur 75 Euro kosten, angeblich 30 Euro preiswerter als üblich. Für diesen von Levis angeführten Normalpreis fanden die Wettbewerbshüter diese "Slimming Skinny"-Jeans aber nirgendwo in Deutschland - nur in einem Levis-Onlineshop in Großbritannien.

Levis verspricht Transparenz

Die Handelskammer des münsterschen Landgerichts war zwar der Meinung, dass sich Kunden heutzutage im Internet über Preisunterschiede informieren. Daher spielten nationale Grenzen im Wettbewerb kaum noch eine Rolle. Trotzdem muss Levis jetzt für mehr Transparenz sorgen: zum Beispiel klarstellen, wo genau der angeblich höhere Preis zu finden ist. In diesem Fall wäre das also der Online-Shop in England gewesen.

Verfahren endet mit einem Vergleich

Bereits vor der Anhörung an diesem Mittwoch (11.10.2017) vor dem Landgericht hatte Levis eine entsprechende Unterlassungserklärung unterzeichnet. Deshalb endete das Verfahren mit einem Vergleich - beide Seiten teilen sich die Gerichtskosten.

Stand: 11.10.2017, 20:00