Lebensmittel und Energie - so teuer wird der Herbst

Lebensmittel und Energie - so teuer wird der Herbst

  • Schlechte Ernte treibt einige Gemüsepreise
  • Gurken, Kartoffeln sind teurer
  • Fleisch derzeit günstiger
  • Steigende Preise für Heizöl und Benzin erwartet

Ölpreis und miese Ernte - was nun teurer wird

Schlechte Nachrichten für die Haushaltskasse: Wegen des Hitzesommers fällt die Ernte dürftiger aus, zudem steigt der Ölpreis. Aber zum Glück wird nicht alles teurer.

Gurken in einer Kiste

Schlechte Nachrichten für die Liebhaber von Gurken. Sie müssen aktuell rund 130 Prozent mehr bezahlen als im Vorjahr. "Die Gurke ist ein Sensibelchen", erklärt Michael Koch von der Agrarinformationsgesellschaft (AID), die regelmäßig Preise von Lebensmitteln vergleicht: "Wenn es zu warm und zu sonnig ist, hat die Gurke Stress."

Schlechte Nachrichten für die Liebhaber von Gurken. Sie müssen aktuell rund 130 Prozent mehr bezahlen als im Vorjahr. "Die Gurke ist ein Sensibelchen", erklärt Michael Koch von der Agrarinformationsgesellschaft (AID), die regelmäßig Preise von Lebensmitteln vergleicht: "Wenn es zu warm und zu sonnig ist, hat die Gurke Stress."

Auch Heizöl ist so teuer wie lange nicht mehr. Das liegt aber nicht am warmen Sommer, sondern unter anderen an der angespannten Lage zwischen den USA und Iran. Aktuell kosten 100 Liter rund 76 Euro. Ein dickes Plus im Vergleich zum Vorjahr als 100 Liter nur 54 Euro kosteten. Experten erwarten weitere Preiserhöhungen.

Ein Liter Superbenzin kostet aktuell um 1,48 Euro. Das erscheint zunächst teuer, vor allem im Vergleich zum Frühjahr. Im März 2018 kostete der Liter noch 1,33 Euro. Allerdings hat Superbenzin vor genau einem Jahr auch schon 1,44 gekostet. In den kommenden Monaten könnte der Preis wegen des USA-Iran-Konfliktes weiter ansteigen.

Der heiße Sommer hat den Landwirten zugesetzt, staatliche Hilfe ist bereits beschlossen. Einige Bauern in Westfalen klagen über Ernteausfälle von mehr als 50 Prozent bei Kartoffeln. Das macht sich bereits im Preis bemerkbar. Ein Kilo Kartoffeln kostet aktuell durchschnittlich 0,79 Euro und damit rund 20 Prozent mehr als im Vorjahr.

Weiteres Problem: Wegen der Trockenheit fallen die Kartoffeln dieses Jahr sehr klein aus. Hersteller von Pommes oder Kartoffelchips benötigen aber die knappen und damit teuren großen Kartoffeln. Lebensmittel-Händler rechnen deshalb mit steigenden Preisen bei weiterverarbeiteten Kartoffel-Produkten.

Zahlreiche Gemüsesorten sind wegen Ernteausfällen teurer im Vergleich zu den 2017er-Preisen. Bei Salatköpfen müssen Verbraucher rund 30 Prozent mehr bezahlen, Möhren sind zehn Prozent teurer, Zwiebel 25 Prozent. 

Das 250-Gramm-Päckchen Butter war in den vergangenen 50 Jahren im Preiseinstiegs-Bereich nie teurer als zwei Euro. Dieses Jahr könnte der Preis erstmals über diese Schwelle steigen, weil Kühe wegen der Dürre weniger Milch gegeben haben.

Dagegen sinken derzeit die Fleischpreise. Wegen der Dürre und des Futtermangels haben viele Bauern Tiere früher als geplant geschlachtet. Daher ist das Angebot derzeit recht groß. Ob die Fleischpreise niedrig bleiben oder demnächst wieder steigen? Da gehen die Meinungen auseinander.

Die Obstbauern freuen sich über eine Rekordernte bei Pflaumen und Zwetschgen. Wegen des warmen und trockenen Wetters wurden dieses Jahr fast dreimal so viele Pflaumen geerntet wie vor einem Jahr. Pflaumen kosten deshalb dieses Jahr rund 40 Prozent weniger als im Vorjahr

Zucchini mögen die Wärme und sind im Hitzesommer prächtig gewachsen. Deshalb sind sie aktuell wesentlich billiger als im Vorjahr. Kostete ein Kilo 2017 durchschnittlich 1,81 Euro, liegt der Preis heute nur noch bei 1,02 Euro.

Stand: 11.09.2018, 15:05