Weihnachtsmarkt: Die Tricks der Taschendiebe

Weihnachtsmarkt: Die Tricks der Taschendiebe

  • Taschendiebe nutzen das Gedränge auf Weihnachtsmärkten
  • Die Diebe setzen auf den Überraschungseffekt
  • Vorsichtsmaßnahme: Wertsachen gut verstauen und Taschen verschließen

Das dichte Gedränge auf Weihnachtsmärkten ist ein beliebtes Revier von Taschendieben. Generell ist es hilfreich, seine Wertgegenstände eng am Körper und an verschiedenen Orten aufzubewahren und den Reissverschluss der Handtasche oder den Rucksack immer wieder gut zu verschließen.

Die Tricks der Diebe

Zudem hilft es, die Tricks der Diebe zu kennen, um nicht überrascht zu werden.

Der Rempeltrick

Die Täter gruppieren sich im Gedränge um ihr Opfer und rempeln es "versehentlich" an. Dabei bemerkt man nicht, wie die Hände der Täter langsam in die Jacken- und Handtaschen greifen.

Der Beschmutzertrick

Der Täter gibt vor, versehentlich die Jacke seines Opfers mit beispielsweise einem Kaffee bekleckert zu haben. Während er sich entschuldigt und versucht die Jacke wieder sauber zu machen, entwendet er die Gegenstände aus der Jackentasche.

Der Taschenträgertrick

Der Täter gibt sich hilfsbereit und bietet seinem Opfer an, das schwere Gepäck zu tragen. Währenddessen stiehlt er die Wertsachen.

Der Stadtplantrick

Der Täter läuft mit einem Stadtplan bewaffnet durch die Stadt und gibt vor, nicht zu wissen, wo er sich aufhält. Während das Opfer bereit ist zu helfen und sich über den Stadtplan beugt, entwendet der Täter die Wertgegenstände aus der vom Plan bedeckten Handtasche.

Die Schlitzer-Masche

Entdeckt der Täter eine Person, die ihren Geldbeutel in der Gesäßtasche mit sich führt, schlitzt er diese mit einer Rasierklinge auf. Die Geldbörse fällt daraufhin aus der Tasche, so dass der Dieb sie nur noch auffangen muss.

Der Blumentrick

Die Diebe "tarnen" sich als Blumenverkäufer. Beim Anpreisen der Waren halten sie dem Opfer die Blumen unter die Nase und schränken so deren Sichtfeld ein. Einer der beiden Verkäufer redet auf das Opfer ein, der andere nutzt den Moment und greift in die Taschen des Opfers. Durch den Körperkontakt merkt das Opfer nicht, wenn der Komplize in die Jackentasche greift.

Aufdringliche Verkäufer sollte man nicht zu nah an sich heran lassen. Zudem sollte man die Wertsachen mit den Händen abschirmen, falls man doch bedrängt wird. Zudem ist es ratsam, das Angebot der Verkäufer lautstark abzulehnen, um Passanten auf die Situation aufmerksam zu machen.

Der Treppentrick

Zwei Täter laufen hintereinander vor ihrem Opfer die Treppe hoch. Der hintere der beiden lässt sich leicht zurückfallen und das Opfer vorgehen. Der Täter signalisiert per Körpersprache, dass er zu langsam für die Treppe ist. Jetzt ist das Opfer umzingelt. Vor ihm und hinter ihm ist jeweils ein Täter.

Der vordere Taschendieb lässt plötzlich seinen Schlüssel oder sein Handy fallen und bückt sich. Dadurch entsteht ein plötzlicher Stau und das Opfer prallt mit dem Vordermann zusammen. Diese Schrecksekunde nutzt der hintere Täter, um schnell in die Tasche des Opfers zu greifen. Genau wie das Opfer prallt auch der Hintermann leicht mit dem Opfer zusammen. Auf diese Weise realisiert das Opfer die Berührung an der Hand- oder Jackentasche nicht.

Stand: 06.12.2018, 15:27

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