Online-Spenden: Nicht immer transparent

Das Weihnachtsgeschäft beschert dem Handel Umsätze

Online-Spenden: Nicht immer transparent

Von Philip Seitz

  • Spenden im Internet ist bequem
  • Amazon und Co checken Seriosität nicht
  • Spenden und Einkaufen lieber voneinander trennen

Facebook – Spendenaktion: Im sozialen Netzwerk Facebook kann jeder Nutzer mit ein paar Klicks eine Spendenaktion ins Leben rufen.

Der Vorteil ist klar: Viele Menschen erfahren von dem Aufruf und können unkompliziert spenden. Der Nachteil: Wer spenden möchte, muss das über Kreditkarte oder Paypal machen. Facebook sammelt so noch mehr Daten.

Online-Spenden: Nicht immer transparent

WDR 2 Servicezeit | 27.11.2018 | 03:32 Min.

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Amazon leitet 0,5% der Einkaufssumme an eine vom Einkäufer ausgewählte gemeinnützige Organisation weiter. Hierbei handelt es sich rechtlich gesehen allerdings um keine Spende. Die Verbraucherzentrale warnt: Amazon hat nicht immer die günstigsten Preise. Wer vergleicht kann viel Geld sparen und ein Vielfaches spenden.

Charity Shopping

Charity-Shopping-Seiten wie Schulengel oder Bildungsspender leiten Kunden an Partnershops weiter und bekommen dafür eine Provision. Diese wird dann abzüglich einer Gebühr an gemeinnützige Einrichtungen oder z.B. auch an die Schulklasse des eigenen Kindes gespendet.

Die Verbraucherzentrale warnt: Gerade in solchen Fällen ist der soziale Druck hoch, nur in den Partnershops einzukaufen.

Auch hier gilt: Preise vergleichen und lieber Shopping und Spenden voneinander trennen. Dann gibt es auch eine steuerlich absetzbare Spendenquittung. 

Keine ausreichende Prüfung

Bei allen genannten Online-Spenden-Möglichkeiten bemängelt das DZI, dass die Plattformen nicht genügend prüfen würden, wie gut die gemeinnützigen Organisationen, die gelistet sind, arbeiten oder wie vertrauenswürdig diese seien. Das muss der Nutzer selbst recherchieren.

Stand: 26.11.2018, 16:18